Meinungsäusserungsfreiheit, ade!

Der Fall Ferraglia/Garaudy

Das heuchlerische „Antirassismus“-Gesetz zur Kriminalisierung unliebsamer Meinungen beginnt seine Wirkung zu entfalten. Symptomatisch für das gleichgeschaltete Medienkartell ist, wie über den Justizfeldzug gegen die freie Meinungsäusserung berichtet wird oder eben nicht. Während die grosse NZZ den Prozess gegen den welschen Buchhändler Aldo Ferraglia vor dem Gericht Vevey schlicht ignorierte, brachte Die Weltwoche (50/97) einen mit rhetorischen Fragen gespickten Artikel. Über den Inhalt des Buches des französischen Philosophen Roger Garaudy „Die Gründungsmythen der israelischen Politik“ erfährt der Leser rein gar nichts, ausser, dass der Autor Hasstiraden verbreiten würde. Damit wird die von der berüchtigten US-jüdischen Anti-Defamation-League (ADL) (militanter Arm des rein jüdischen Freimaurerordens B’nai B’rith) erfundene Ideologie des hate crime (Hassverbrechen) ungeprüft übernommen. Diese ist eine üble propagandistische Umkehrung im Orwellschen Sinne. Die Zensoren der ADL verbreiten selber die monströseste Hasspropaganda und verfemen unzimperlich ihre Gegner. Doch das weiss in der Schweiz praktisch niemand. Gemäss Die Weltwoche sei das Urteil mit vier Monaten Gefängnis auf Bewährung milde ausgefallen. Die Weltwoche unterschlägt, dass Ferraglia nach französischem Vorbild dazu verdonnert wurde, drei jüdischen Interessenverbänden total 28'000 Franken „Entschädigung“ zu zahlen.

Entlarvend für die Politterrorjustiz ist auch, dass sich Gerichtspräsident Denis Trapy herausnahm, Garaudy als schwachsinnig und senil zu beleidigen. Bemerkenswert ist die Kritik in Der Weltwoche zum Verfahren Ferraglias in der welschen Presse. Bei den Romands hat die Meinungsfreiheit einen grösseren Stellenwert, nicht umsonst ist Frankreich das Geburtsland der Menschenrechte und der Ahnvater des Revisionismus, Paul Rassinier, ist Franzose. Man ist sich dort im klaren, dass die Meinungsäusserungsfreiheit unteilbar ist und nicht nur dann existieren kann, wenn es gewissen Gruppen passt (Le Nouveau Quotidien). Bücher zu verbrennen ist eine lächerliche Anmassung im Zeitalter des Internet, wo Ideen frei um den Erdball kreisen. La Liberté schrieb: „Es ist nicht angebracht, Bücher auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen und sei es auf dem Scheiterhaufen des Gesetzes.“ Die freie Meinungsäusserung, welche Widerlegung und Debatte nach sich zieht, hat Vorrang. Hinter dieser Auffassung steht eine gehörige Portion Selbstbewusstsein und unerschütterlicher Glaube an das eigene Urteilsvermögen, eine schroffe Zurückweisung einer von oben auferlegten Denk- und Urteilsnorm. Nur, diese Debatte hat bis jetzt nicht stattgefunden. Die ARG-Strafnorm ist eine Kapitulation aus Mangel an Argumenten. Wider besseres Wissens ist die Behauptung im Le Nouveau Quotidien: „So abwegig der Revisionismus auch sein mag, es ist eine Meinung, die ausserdem durch die Fakten eindeutig widerlegt ist“. Da kann man durchaus auch anderer Meinung sein, denn in demselben Le Nouveau Quotidien hat der französische Historiker Jacques Baynac in zwei Aufsehen erregenden ganzseitigen Beiträgen vom 2./3.9.1996 im LNQ zugegeben, dass es keinen Beweis für die Menschengaskammern gibt. Ausserdem: hat man denn ausser persönlichen Verunglimpfungen jemals eine sachliche Widerlegung der von den Medien verheimlichten revisionistischen Argumente gelesen? Das Verfahren gegen Ferraglia ist kein unnötiger Sieg gegen die Dummheit, wie 24 heures schrieb, sondern das Ergebnis totalitären geistigen Terrors. Zu „Les mythes fondateurs de la politique israélienne“, wie der Originaltitel des Buches heisst, und der unerhörten Medienhetzkampagne in Frankreich gegen Roger Garaudy und dessen Freund Abbé Pierre, der Garaudy in Schutz nahm, gäbe es viel zu sagen. (s. „Tendenzwende?“ S. 5)

Roger Garaudy hat mit vielen Quellenangaben in wissenschaftlich fundierter Weise dem grössten historisch-politischen Mythos unserer Zeit einen mächtigen Schlag versetzt: Die „transzendentale Victimologie“ (Opferlehre) der Juden zugunsten des Staates Israel.

Betreffend Mythos des „antifaschistischen Zionismus“ enthüllt Garaudy die bis heute praktisch unbekannte geheime Kollaboration von prominenten Juden mit dem jungen Regime des Nationalsozialismus und den 1941 von einigen Zionisten, darunter auch den späteren Premier Yitzhak Shamir, gemachten Vorschlag, mit Hitlerdeutschland eine militärische Allianz gegen Grossbritannien einzugehen (siehe Beilage zu Nr. 3/13.6.97). Die Farce des Nürnberger Siegertribunals wird von Garaudy ebenfalls wohldokumentiert, mit deutschen, amerikanischen, sowjetischen und israelischen Quellen, einschliesslich der Memoiren des Chefanklägers Robert Jackson.

Garaudy untersucht die immer wieder kolportierte Gründung des jüdischen Staates aus dem Nichts durch Enteignung und Massenvertreibung der palästinensischen Araber. Er schreibt, wie schon andere vor ihm, über die mächtige zionistische Lobby in Nordamerika, welche effektiv die US-Politik gegenüber Israel kontrolliert und entscheidenden Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung hat und vieles mehr.

Beunruhigend für die Judenorganisationen ist, dass Garaudy (geb. 1913, s. Lexikon) nicht einfach als Faschist disqualifiziert werden kann, schliesslich war er in seinem langen Leben orthodoxer Stalinist, zuvor Protestant, dann Katholik, ehe er in den achtziger Jahren zum Islam übertrat. Als Anhänger all dieser Religionen erwies er sich stets als Gegner jedes Rassismus.

Die religiösen und politischen Darlegungen in seinem Buch mögen manche Anhänger der jüdischen Religion sowie die Mehrzahl der Zionisten vor den Kopf stossen, doch was in Frankreich den Ingrimm der Judenorganisationen erweckte, sind die rund 75 revisionistisch geprägten Seiten. Sie beziehen sich auf den „Mythos von der Gerechtigkeit in Nürnberg“, auf „die Endlösung“, die „Zeugenaussagen“ sowie die „Tatwaffe“ (d.h. Menschengaskammern) etc. Die 75 Seiten sind hastig geschrieben worden; es gibt Nachlässigkeiten und Irrtümer. Für den wissenschaftlichen Revisionismus gibt es bessere Werke. Der revisionistische Charakter des Buches wurde in einer zweiten Ausgabe ohne Hinweis abgemildert. Entfernt wurden die Kapitel über die Politik des Totschweigens und die Verfolgung der führenden Revisionisten. Namen von Betroffenen werden nicht mehr genannt. Das Buch enthält dennoch viele wertvolle Informationen. (Erhältlich bei: La Librairie du Savoir, 5 rue Malebranche, F-75005 Paris. Information auch per altavista.com im Internet: Einfach mit <„Roger Garaudy“> suchen.)