Leserbriefe

 

Brief an die amerikanische Botschafterin, Frau Madeleine Kunin, Ambassade des Etats Unis, Bern:

Sehr geehrte Frau Kunin

Man wirft uns Schweizern in letzter Zeit immer wieder vor, wir befänden uns im Besitze von geraubten Gegenständen, die den Juden in Deutschland während des letzten Weltkrieges abgenommen worden seien.

Wir Schweizer konnten ja damals nicht mit den Alliierten Handel treiben. Wir waren völlig von den Achsenmächten umgeben, die uns jederzeit hätten überrennen können. Der Handel mit Deutschland war weitgehend eine Alternative zum Krieg und damit unserer Vernichtung, die sicher nicht im Interesse der Alliierten gewesen wäre – auch nicht im Interesse unserer Juden. Wir haben kein Gold und keine Kunstwerke geraubt. Wenn wir immer untersuchen könnten, wieviel Dreck jeweils am Handelsgut klebt, dürften wir nicht einmal mehr mit den USA Handel treiben, haben doch die Amerikaner einen ganzen Kontinent den Indianern geraubt und grösste Greueltaten an diesen Menschen begangen. Bitte, Frau Kunin, sagen Sie doch das einmal Ihren Bronfmans und D’Amatos! Und der amerikanische Holocaust in Vietnam liegt ja gar nicht so weit zurück. Wir haben keinen einzigen Juden umgebracht in der fraglichen Zeit und auch nicht seither. Und wir haben keine Indianer und keine Vietnamesen massakriert.

Mit freundlichem Gruss
sig. V. S., Jegenstorf
 

 

Mit Blaulicht und Martinshorn

Nachdem zwei Anfragen unbeantwortet blieben, richtete ich eine dritte Anfrage an Herrn Estermann, Stadtpräsident der Stadt Zürich, betr. orthodoxe Juden mit Blaulicht und Martinshorn:

Sehr geehrter Herr Estermann.

Als Bürger der Stadt Zürich wundere ich mich doch sehr, mit welcher Berechtigung und welcher Funktion religiöse Extremisten unter Missachtung aller Verkehrsregeln mit Blaulicht und Martinshorn durch Schweizer Städte rasen dürfen. Dabei kollidierte am 27. Februar an der Zürcher Birmensdorferstrasse eines dieser Fahrzeuge beinahe mit meinem Fahrzeug. Haben wir bald ein Eldorado, wenn das auch die Mohammedaner, die Hindus, die Scientologen, die Baptisten, die Christen und andere tun dürfen?

Mit freundlichen Grüssen.
sig. F. M., Willerzell 

 

Antwort des Stadtpräsidenten von Zürich, Josef Estermann:

Sehr geehrter Herr M.

Ich habe Ihre verschiedenen Zuschriften erhalten und bitte Sie für die Verzögerung, mit der mein heutiges Antwortschreiben bei Ihnen eintrifft, um Verständnis. Inzwischen habe ich mich bei der zuständigen Stelle des Polizeidepartements zum Gegenstand Ihres Schreibens erkundigt. [Ein unwissender Präsident?] Daraus geht hervor, dass das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement dem jüdischen Verein Hozoloh im Jahre 1990 eine Bewilligung für drei Ambulanzfahrzeuge erteilt hat, da strenggläubigen Juden ihre Religion untersagt, sich von normalen Ärzten behandeln zu lassen. Die Sonderbewilligung ist im Fahrzeugausweis eingetragen und erlaubt – zu Dienstzeiten – den Einsatz von Blaulicht und Martinshorn. Was den von Ihnen erwähnten Vorfall vom 27. Februar an der Birmensdorferstrasse betrifft, bitte ich Sie, sich mit dem zuständigen Polizeidepartement in Verbindung zu setzen.

Im übrigen möchte ich Sie wissen lassen, dass mich Ihre Wortwahl befremdet und nachdenklich gestimmt hat. Den erwähnten Verein mit „religiösem Extremismus“ gleichzusetzen entbehrt jeglicher Grundlage und verdient in aller Form zurückgewiesen zu werden.

Mit freundlichen Grüssen
sig. Josef Estermann

(Unsere Bundesverfassung wird einmal mehr mit Füssen getreten. Art. 4 BV zur Erinnerung: „Alle Schweizer sind vor dem Gesetze gleich. Es gibt keine Untertanenverhältnisse, keine Vorrechte des Orts, der Geburt, der Familien oder Person.“ Die Red.)

 

Kirche auf Abwegen

Neben den linkslastigen Massenmedien und sogenannten „Kulturschaffenden“ ist auch die Kirche, insbesondere die deutschschweizerische reformierte Landeskirche, zu einer subversiven Brutstätte gegen unser Land geworden. Der evangelische Kirchenbund hatte sich für das Maulkorbgesetz Art. 261bis StGB (ARG) und gegen die Initiative „Jugend ohne Drogen“ stark gemacht sowie die Fristenlösung, d.h. die Abtreibung befürwortet. Pfarrherren und -frauen brandmarken die Regierung wegen der angeblich zu harschen Asylpolitik und wegen des Drei-Kreise-Modells in Sachen Einwanderung. Die reformierte Landeskirche stimmt zur Freude der Wallstreet- und Citybankers auch in den Verleumdungschor des Jüdischen Weltkongresses und des Senators Alfonso D’Amato ein und erhebt den in die USA emigrierten Wachmann Christoph Meili gleichsam zum Nationalheiligen.

Am 6. Januar 1998 berichtete die Tribune de Genève darüber, wie die reformierte Kirche in verschiedenen deutschschweizerischen Kantonen eine Art Trauzeremonie für gleichgeschlechtliche Paare einzuführen gedenkt. Der Pfarrer, der 1995 in der Berner Nydeggkirche unter grosser Anteilnahme der Medien zwei Männer (!) getraut hatte, heisst Klaus Bäumlin. Seine Gattin Ursula ist Berner Nationalrätin – der SP-Fraktion!

Die Zielsetzung dieser Machenschaften ist klar: die biologische Zerstörung der einheimischen europäischen Bevölkerung durch manipulierten Geburtenschwund (Abtreibung, Schwulen- und Lesbenheirat) und Drogensucht sowie sukzessive Ersetzung derselben durch fremdrassige Elemente vor allem aus Schwarzafrika und Asien. In der Deutschschweiz, wo es im Gegensatz zu Genf und Neuenburg nirgends eine Trennung von Staat und Kirche gibt und wo der protestantische Klerus grosszügig aus der allgemeinen Steuermasse besoldet wird – in Zürich immerhin zu 65 %, den Rest deckt die Kirchensteuer, welche auch von juristischen Personen wie Banken, Versicherungen u.a.m. bezahlt werden muss – kann sich die Geistlichkeit solches Tun leisten, selbst wenn sich die Kirchen zusehends leeren und deren Mitgliederzahl wie Schnee an der Sonne schmilzt. Der Dumme ist einmal mehr der steuerzahlende Bürger.

M. P. M., Genève

 

EU-geile CVP

Die Systemmedien sorgen dafür, dass die Bevölkerung nie zur Ruhe kommt, schlechte Nachrichten und erfundene Skandale sich ablösen; sie leben traurigerweise davon. Miesmacher als Beruf. Scheusslich! Eine Zeitung berichtete, 1996 habe die Schweiz nur 0,6% Wachstum gehabt, und überhaupt seien wir trotz Wirtschaftsaufschwungs und tiefsten Arbeitslosenzahlen noch um 1% unter dem westlichen Schnitt. Dass dieser Westen fast 20 Millionen Arbeitslose auf der Strasse hat, wird tunlichst verschwiegen. Den Vogel schiesst die CVP [Christlich-demokratische Volkspartei] ab. In ihrem EU-Wahn übersieht sie, dass unsere blühende Wirtschaft mit einem EU-Beitritt innert wenigen Jahren völlig ruiniert würde; durch 16% MWSt wäre unser Tourismus in Kürze weg vom Fenster, die Arbeitslosenzahl stiege auf 280–330 Tausend bzw. auf 18%, weil halb Europa mit Dumpinglöhnen ins Hochlohnland Schweiz stürmte; bald hätten wir statt 1,3 über 2 Mio. Fremde; der Bundeshaushalt würde vollends zusammenbrechen, denn unser Kleinstaat würde niemals Defizite von 12–15 Mrd. jährlich (infolge Kohäsions-Fonds-Zahlungen) verkraften. Darüber schweigt die etablierte Presse. Verschwiegen wird auch konsequent, dass das unselige „Asylwesen“ und die dramatische Zahl ausländischer Arbeitsloser (die sich mit und in der EU glatt verdoppelte) sowie der Drang zu unseren Sozialkassen ein Loch von mehreren Milliarden Franken in die Bundeskasse reisst.

Klaus N. Hofmann, Münchenstein

 

Abschaffung der Volksrechte per Justizreform

Die vom Ständerat am 5. März verabschiedete Justizreform macht unsere direkte Demokratie zur Farce. Der Präsident der Verfassungskommission, René Rhinow (FDP), drückte sich erstaunlich klar aus, indem er plädiert: „Wir dürfen Demokratie nicht über Bundesstaatlichkeit und Rechtsstaatlichkeit stellen. Sonst müssten wir in letzter Konsequenz die Tyrannei der Mehrheit akzeptieren.“ Er will demnach unsere direkte Demokratie umkrempeln: statt Volksherrschaft eine Herrschaft der Richter. Was das bedeutet, zeigen die bundesrichterlichen Urteile, die zunehmend dem Volksempfinden widersprechen und politisch verbrämt sind.

Diese Auffassung teilt auch unser derzeitige Bundesrat in corpore und eine Mehrheit der Politiker. Für sie sind ihnen widersprechende Volksentscheide eine Tyrannei. Anstatt den Willen des Souveräns zu respektieren, wird starrsinnig gegen das Volk regiert. Seine gefürchteten Waffen, Referendum und Volksinitiative, sollen ihm genommen oder stumpf gemacht werden. Dubioses Völkerrecht soll über unser eigenes Recht gestellt werden. „Alle Macht dem Volk! Volle Volkssouveränität ohne Rückhalt!“ Dies forderte schon mein Urgrossonkel Josef Munzinger (FP) am Balsthaler Tag 1830 und kämpfte gegen die damalige Obrigkeit für die Volksrechte, bis er diese als Bundesrat 1848 in unserer Verfassung verankern konnte. Was würde dieser Vorkämpfer für unsere direkte Demokratie den heutigen sogenannten „Volksvertretern“ und seinen derzeitigen Bundesratskollegen zurufen, die sich – welch ein Zynismus – anschicken, das 150jährige Bestehen unserer direkten Demokratie festlich zu begehen? Ein Begräbnisritual wäre angebrachter.

Kein Wunder, dass wieder die Volkswahl des Bundesrates gefordert wird, diesmal durch eine mächtige Volksinitiative; denn wir Regierten wollen und müssen unsere Regierung selbst wählen. Nur so bleibt uns erspart, unfähige Bundesräte ein Leben lang ertragen zu müssen.

M. K., Sagno

 

Schwarzer Riese

Wohl symbolisch stellte der Schweizerische Bankverein Basel am Aeschenplatz eine schwarze Statue vor ihrem Hauptgebäude auf, kurz vor der alles erdrückenden Hypothekarzinsrunde vor einigen Jahren.

Fast bedenkenlos wurden Grossimmobilienspekulanten, Strassenbauunternehmern, Bund, Kantonen und Privaten Leasingverträge angeboten. Die Geldleih-Euphorie kannte kaum Grenzen, bis eine Rezession eintrat. Kleinbanken bekamen Schwierigkeiten, geleaste Maschinen standen still, gepriesene Grossmäuler (wie Rey) verschwanden nach Übersee. Der „Schwarze Riese“ begann mit Hammer und Amboss zu Lasten von Handwerkern, Kleinunternehmern, Stockwerkeigentümern, Hausbesitzern usw. mit ständig steigenden Hypo- und anderen Zinssätzen die Fehlspekulation zu sanieren. Das genügte nicht. Man begann mit Redimensionierung der Filialen, mit Globalisierung, Fusionierung und Massenentlassungen – und jetzt überbieten sie sich mit Milliardengewinnen.

Bundesbern unterstützte Teilzeitarbeit in Industrie und Handel seit den ersten Anzeichen der Rezession durch finanziellen Ausgleich der Arbeitszeitverkürzungen, und seither läuft die Arbeitslosenkasse auf Hochtouren, zur Erleichterung von Institutionen und Fabriken mit Milliardengewinnen.

Der abstimmungswidrige Drang nach Brüssel hält an. Bald sollen uns 40-Tonnen-Brummer auf Autobahnen und Strassen erdrücken, die Grenzen der erweiterten EU-Mitgliedschaft mit über 18 Mio. Arbeitslosen und noch mehr Flüchtlingen geöffnet und deren Einbürgerung gefördert werden.

Um eurokonform zu werden, wurden Industrien mit der Verlagerung der WUST (Warenumsatzsteuer) auf die MWSt (Mehrwertsteuer) um jährlich 2,8 Milliarden Franken entlastet. Dass ein Beitritt zur EU die Schweiz jährlich Milliarden kosten wird, welche alle Konsumenten mit einer Erhöhung der MWSt auf 16–18 % aufbringen müssten, darüber schweigen Bundesrat und Befürworter. Warum wohl? Ein Beitritt zur Eurowährung wird verheerende Auswirkungen auf den Schweizerfranken haben, in Anpassung an Nachbarwährungen, die heute ¼ und gar 1/20 eines Frankens wert sind und von unserer Nationalbank gestützt werden müssen. Halten wir uns draussen aus diesem Schlamassel, damit die Schweiz weiterhin unabhängig existiert, trotz den Unkenrufen anlässlich der Weltausstellung in Sevilla: „Suiza no existe!“.

A. B., Genève