Leserbriefe

 

Redefreiheit auf dem Tiananmen-Platz?

Wenn ich darüber nachdenke, dass Leute in unserem Land wegen ein paar wenigen abgesetzten Büchern zu 20 oder 30 Tausend Franken gebüsst worden sind, gibt es doch keine Überlebensmöglichkeit mehr hier…

Vielleicht werden mal Schweizer vom Tiananmen-Platz oder von Istanbul aus eine Weltaufklärung starten. Hier ist doch wirklich alles zu riskant und teuer? Oder?

Unser Gold zum billigsten Preis seit je – und als "Solidaritätsaktion" – in die Welt hinaus zu werfen, schlägt dem Fass den Boden raus. Leider gibt es keine Tells und Winkelriede mehr!

Nach diesen Erfahrungen bin ich glücklicher Verkäufer meiner Liegenschaft geworden: man muss sich langsam, aber überall, absichern.

Eine mir bekannte Patriotin hat mir vor nicht langer Zeit gesagt, sie wolle die wichtigsten politischen Prozesse in der Schweiz zusammenfassen und in einer Broschüre publizieren. Ich würde solches erst wagen, wenn ich durch eine muslimische Regierung geschützt wäre! Und Sie?

Name ist der Red. bekannt

(Lieber Leserbriefschreiber: Wir haben's gewagt! Jeder liegt die Broschüre Abschied vom Rechtsstaat bei. Die Red.)

 

Nazi-Gold und Judenvermögen

(Argentinien): Darüber wurde hier schon genügend geschrieben und orientiert. Wie die Argentinier darüber denken, fragte man mich schon oft. Da kann ich nur sagen, das sich der Grossteil der Bevölkerung kaum um dieses Gerangel und die Forderungen der Juden gegenüber der Schweiz interessiert. Die Schweiz und die Schweizerbanken geniessen in der Bevölkerung unbeschränktes Vertrauen und kaum einer denkt daran, dass sich die Schweiz am Kriege bereichert hätte, noch weniger am Gold oder am Vermögen der Juden.

Die Argentinier sind mit ihren eigenen Problemen wie Arbeitslosigkeit, Korruption, Kriminalität, Mafia, Wahlen und mit den Ergebnissen der Fussballspiele viel mehr beschäftigt als mit Auslandsnachrichten. Hier würden sich weder Banken noch der Staat Sorgen machen um herrenlose Vermögen, im Gegenteil: Hier wird kurzerhand nach zehn Jahren "nachrichtenloses" Geld und anderer Besitz verstaatlicht. Wer hernach Ansprüche anmeldet, muss mit einem oder mehreren Advokaten ein jahrelanges Seilziehen veranstalten, in Prozessen, in denen er beweisen muss, dass er persönlich der rechtmässige Besitzer ist. Die Anwalts- und Gerichtskosten wären so hoch, dass es sich nicht lohnen würde. Dass der argentinische Staat oder Privatunternehmen eine Entschädigung an irgendeine Institution zahlen würde, wäre undenkbar. Das Schwein, so sagt man hierzulande, trägt keine Schuld, wenn es dick und fett wurde, die Schuld hat jener, der ihm zu fressen gab.

In argentinisch eingeweihten Kreisen befürchtet man eine Wieder-Wiederwahl des Präsidenten Carlos Menem, weil dann die jüdische Vormachtstellung in der Regierung und im ganzen Lande weiter anhalten würde. Viel Aufmerksamkeit erregte hier der Fall Yabran, ein jüdischer Türke, der ein riesiges Vermögen ergaunert hat und damit die Regierung, die Polizei und Politiker beherrscht und vermutlich am Mord an einem Journalisten beteiligt war, der über die Tätigkeiten dieses Millionärs Auskunft hätte geben können. Bevor er auspacken konnte, wurde er liquidiert.

E. Z., Argentina

 

Volksentscheide missachtet

Genügt es nicht, dass unsere Schweiz täglich mit Anschuldigungen, Provokationen und Forderungen bombardiert wird? Dass wir zur Zielscheibe ausländischer Pharisäer und Demagogen geworden sind und unsere bezahlten Steuergelder verschleudert werden, die Bundesschulden auf über hundert Milliarden anwachsen?

Der EU müssen wir auch noch beitreten, weil einige SP-Politikerinnen es interessant finden, auf internationalem Parkett mitzuplaudern. Die Neat soll auch noch gebaut werden, bei welcher das Defizit schon programmiert ist, und die Schulden steigen weiter und weiter. Jeden Tag zahlen wir 10 Millionen an Schuldzinsen! Dabei will man uns gleichzeitig einreden, wie reich die Schweiz sei. Es wäre jetzt endlich an der Zeit, dass sich unsere überbezahlten Angsthasen in Bern und die Mehrzahl der Parteien mal nach dem Willen des Souveräns richten würden. Den Gipfel der Unverfrorenheit finde ich, dass man sogar Volksentscheide missachtet, meist mit fadenscheinigen Ausreden.

Als einfacher Schweizerbürger und Steuerzahler habe ich langsam genug von unserer Regierungspolitik, welche längst nicht mehr fürs Volk ist. Die einzige Partei, welche sich immer wieder einer Flut von Wahnideen entgegenstellt, ist die SVP. Statt verdientem Dank wird sie von den Linken und Netten, von Parteien und Medien ständig diffamiert und unglaubwürdig gemacht. Sind solche Methoden eines demokratischen Landes würdig?

F. K., Zürich