Leserbriefe


In Ketten an Händen und Füssen

Es ist mir ganz unbegreiflich, wie blödsinnig sämtliche Parteien [auf die bilateralen Verträge] reagieren. Haben diese Folklore-Narren alle den Verstand verloren? Sie haben wahrlich mit Ihrer Zeitschrift dem einfältigen Volk alles logisch und gut verständlich erklärt. Es scheint, die Leute wollen ums Verrecken untergehen als Sklaven mit Ketten an Händen und Füssen.

Klara Ubaldini, Schachen

 

Verrat am eigenen Volk

Die Politik unserer Zeit ist zum Verrücktwerden. Ich kann so nicht weiterleben und mir meine letzten wenigen Tage vergällen lassen.

Bis hierher habe ich gewiss mit Interesse Ihre Mitteilungen gelesen. Daran fehlt es nicht. Jedoch bin ich nun im 80sten und mein Augenlicht hat sehr abgenommen. Bin Witwe und leidend. Auch leide ich sehr psychisch ob unserer Regierung. Ja, man könnte wirklich krank werden trotz dem prächtigen Frühling. Ich kann alles psychisch nicht mehr verkraften. Habe auch ein sehr schweres Leben hinter mir. Darf nicht an die Zukunft denken. Und meine wenigen Franken sind kaum ein Tropfen auf den heissen Stein.

Name ist der Red. bekannt

 

Einbürgerungszwängerei

Ich lege sowieso ein klares NEIN zu den „Bilateralen“ ein. Es ist im Moment auch ein grosser Skandal mit der Einbürgerungszwängerei. Eine Frechheit sondergleichen von unseren Globalisierungsfanatikern.

M. B., Teufen

 

Die akkurat diagnostizierten Folgen

Es kam, wie es kommen musste. Auf lange Sicht ist Ihr Einsatz aber sicher nicht umsonst gewesen, denn in ein paar Jahren werden die vielen irregeführten Ja-Stimmer ihren Fehlentscheid wahrnehmen, sich an die damals von den Ja-Sagern verschrieenen Rufer in der Wüste erinnern und die Richtigkeit der Warnungen verstehen. Wenn es dann – auch wegen der sonstigen allgemeinen Entwicklung unseres immer ominöser strapazierten Planeten – nicht zu spät ist, werden Ihre verklungenen Unkenrufe sicher Nachwirkungen zeitigen. Sogar für unsere Classe politique, die dann ihre amoralische „Konsens-Immunität“ doch mal aufgeben müsste, wenn es in der Schweiz endlich wieder eine Opposition gibt, und Medien dieser zufolge nicht mehr von der fünften Kolonne beherrscht werden.

Ganz persönlich glaube ich allerdings nicht, dass eine solche noch jemals zum Zuge kommen wird, da die heute schon alles beherrschende […] Weltmacht das nie zulassen wird. Aber es wäre doch – wenn heute auch noch ganz undenkbar – vielleicht zumindest vorstellbar, dass die zur Erhaltung der nunmehr folgenden Völker-vermischenden Gleichschaltungs-Misere unvermeidlichen Diktatur den Bogen irgend einmal derart wird überspannen müssen, dass … und da möchte ich dann nicht dabei sein, und werde es mit heute 90 Jahren auch nicht sein!

Und weil diese von Ihnen so akkurat diagnostizierten Folgen der letzten Abstimmung mich kaum noch berühren werden, ziehe ich mich fortan vom weiteren Weltgeschehen zurück, bekenne mich strafbar egozentrisch zum „après mois le déluge“ („nach mir die Sintflut“), lasse die Ja-Stimmer ihre Suppe selber auslöffeln und schotte mich definitiv ab, was Sie mir bitte nicht allzu übel ankreiden wollen. Als Rationalist habe ich mich immer nur dort eingesetzt, wo mir mein Einsatz von irgendwelchem Nutzen für irgend etwas Wünschbares schien. Heute betrachte ich – ganz abgesehen vom gegenwärtigen katastrophalen Geschehen – die Zukunft der Erdbevölkerung als unabwendbar hoffnungslos. Auch Drei- und Tausendfüssler werden in den Sand beissen müssen, und Opportunist Blocher trotz Befürworten des ARG-Maulkorbes wohl auch.

Name ist der Red. bekannt


[Vom klaren Verstand dieses 90jährigen Leserbriefschreibers sind die hinterhältigen und meineidigen „Volksvertreter“ und die zum Narren gehaltenen Ja-Sager meilenweit entfernt. Die Redaktion.]

Die alten Häuser noch…

Als achtzigjähriger Aktivdienst-Veteran tauge ich als Aktiv-Vereinsmitglied längst nicht mehr. Bei der AUNS war ich nie Mitglied, wurde aber durch meine freiwilligen Spenden als solches eingestuft. Ich habe mich vor gut 6 Monaten von der AUNS distanziert.

Als eiserner Patriot kann ich aber nicht tatenlos zusehen, wie das Vaterland, unser liebes, schönes Heimatland von Schweinen zertrampelt und in den Dreck gestampft wird. Daher sollen Sie wenigstens einmal von meiner Rente einen Unterstützungsbeitrag erhalten. Aktivitäten können Sie von mir nicht mehr erwarten. Vom Freundes- und Bekanntenkreis sind bald alle weg.

„Die alten Häuser noch, die alten Freunde aber sind nicht mehr …“

O. B., Bern

 

Das Chamäleonspiel der AUNS

Mit dem was die AUNS in der Schweizerzeit Nr. 7 vom 17. März 2000 inseriert hat, bin ich durchaus einverstanden. Ich war schon drauf und dran AUNS-Mitglied zu werden. Doch immer wieder hielt mich etwas davon ab. Jetzt z.B. das folgende:

Als absoluter EU-Gegner missfällt mir das Chamäleonspiel der AUNS. Einerseits wird – zu recht! – gegen einen EU-Beitritt gewettert, andererseits unternimmt die AUNS nichts, aber auch gar nichts gegen die für Land und Volk verheerenden „Bilateralen Verträge“ – eine effektive Voraus-Beitritts-Erklärung zur EU. Wer das Gegenteil behauptet, belügt masslos das Volk!

Die von unseren Räten beschlossenen „Zusätze“ oder „Einschränkungen“ sind ebensolche Makulatur, wie der neueste, „beruhigende“ „Zulassungsstopp für EU-Ärzte“.

AUNS-Sekretär Hans Fehr führt die „siebenjährige Probezeit“ gar als Zustimmungs-Begründung ins Feld. Als gewiefter Politiker, den ich eigentlich mag, weiss er doch ganz genau, dass das ein absoluter Flop ist! – Wie immer gibt es auch hier Gewinner und Verlierer. Dass die grosse Mehrheit des Volkes zu den letzteren gehört, ist klar! Es besteht also der Verdacht, dass massgebende AUNS-er/innen zu den Gewinnern gehören.

Klar ist jedenfalls: Keines der EU-Länder hat bisher weder den ausgehandelten Verträgen, noch den „flankierenden Massnahmen“ den Segen erteilt. Wie alles letztlich lautet, weiss im Moment niemand. Unsere schwache Landesregierung ist zu allen Konzessionen bereit. Dass sie erpressbar ist, hat sie in den letzten Jahren mehrfach bewiesen. Das wissen die Kontrahenten genau und nützen es weidlich aus.

Wird den bilateralen Verträgen zugestimmt, dann gelten sie „ohne Wenn und Aber“ als sakrosankt genehmigt! Darauf werden sich die EU-Herrschaften mit Sicherheit jederzeit berufen.

Übrigens fehlt dem ganzen Abstimmungspaket die bei anderen Gelegenheiten oft verlangte „Einheit der Materie“, mit der schon manche Volksinitiative gebodigt wurde.

Schade, dass die AUNS nicht konsequenter und damit glaubwürdiger agiert.

R. W., Olten

 

Was ich noch sagen wollte

Ich war einer der Neuwähler der SVP (ich habe zuvor FPS gewählt). Ich bin enttäuscht über die Politiker der SVP und werde sie bei der nächsten Wahl nicht unterstützen.

Ich hätte erwartet, dass die SVP sich nach den Wahlen wirklich für das einsetzt, was sie im Wahlkampf versprochen hat. Das übliche ist passiert: Die Damen und Herren erfreuen sich ihrer Pöstchen und dem damit zu machenden Geld!

Es geht doch nicht an, dass Herr NR Schlüer alle 14 Tage in der Schweizerzeit den Herrn BR Ogi gleichsam als Landesverräter hinstellt, der die alte und die neue Bundesverfassung verletzt mit seiner Politik (Swisscoys etc.) und dass die Partei dann Adolf Ogi erneut als hervorragenden BR bestätigt. Damit wird die ganze SVP unglaubwürdig, wie es schon alle anderen Bundesratsparteien sind.

Es steht Herrn Blocher schlecht an, und auch der AUNS, bei der ich von Anfang an Mitglied bin, sich nicht ganz klar gegen die bilateralen Verträge auszusprechen, denn diese sind nicht nur schlecht, sondern werden dem Volk mit „Lügen“ verkauft. Aber auf der Nazi-Linie Frau Ursula Koch anzugreifen scheint offensichtlich politisch gewinnbringender zu sein!

H. R., Gockhausen

 

Die Untertanen von Ludwig dem XIV

Es gibt nicht Dümmeres, Falscheres und Unredlicheres, als wenn man von Faschismus, Rassismus und Rechtsextremismus redet und damit NR Christoph Blocher belasten will. Blocher, wie das ganze Schweizervolk, will eine friedliche, arbeitsame und unabhängige, neutrale Schweiz. Uns echten Schweizern kann man den Patriotismus nicht aus der Seele reissen!

Schon seit Jahren belügt, betrügt und ruiniert die Schweizer Regierung uns bewusst und behandelt uns fast so wie Ludwig XIV seine Untertanen. Mit allen Tricks will uns Bern seinen Willen aufzwingen. Diese elende und unfähige Regierung hat noch nicht begriffen, dass sie gar kein Recht hat, so gegen den Willen des Volkes zu handeln. Die Regierenden in Bern sollten einsehen, dass sie die Diener und Beauftragten des Volkes sind, und nicht seine Herren.

Was Bern aus unserem Land gemacht hat, ist eine Schande. Trotz Gehirnwäsche, linken Fernsehens, linken Zeitungen u.s.w. haben die Schweizer nicht alles geschluckt, denn sie begreifen, was auf dem Spiel steht.

Wir waren nie Faschisten und Rassisten und werden es nie sein, denn solche Ideologien liegen uns nicht. Aber eines ist sicher: Wir wollen nicht Kommunisten oder Marxisten werden. Nein, danke! Der Schweizer ist bodenständig, liebt seine Heimat und will frei sein, „wie es die Väter waren“! Soll Dr. Blocher sich dafür entschuldigen, dass er intelligent und von Gott gesegnet ist? Nein!

Die heute noch amtierende Regierung muss dankbar sein, wenn sie nicht vor ein Volksgericht gestellt wird! (Eine 93jährige Neuenburgerin, lange in Basel wohnhaft, die ihre Heimat liebt.)

Andrée Bickel, Basel