Leserbriefe


Nicht das Volk anklagen, sondern die Führungskräfte

Ich habe die letzte Ausgabe Ihrer wie immer sehr informativen und engagierten mit grossem Interesse gelesen, auch die Leserbriefe. Diese befassen sich zur Hauptsache mit den Bilateralen Verträgen und der tiefen Enttäuschung wegen der Annahme durch das Volk. Erstaunlicherweise wird mehrfach die AUNS erwähnt, die (auch hier) nicht gekämpft hat, wie auch die SVP und deren grosse Worte, zu denen sie bei wichtigen Abstimmungen nicht steht (Antirassismusgesetz, neue Bundesverfassung, Lockerung Lex Friedrich, bilaterale Verträge und gegen jede Überfremdungsinitiative stimmt, [falls sie nicht von ihr selbst ist. Die Redaktion]). Jemand schreibt auf Ihrer Leserbriefseite, wie blödsinnig sämtliche Parteien auf die bilateralen Verträge reagiert haben.

Aus alle dem zeigt sich sehr deutlich, was die Manipulationen in den Medien bewirken. Offensichtlich ist vielen Leuten gar nicht klar geworden, dass eine Diskussion und die Abstimmung nur stattfinden konnten, weil ein Referendum ergriffen worden ist, [das von keiner Bundesratspartei und auch nicht von der offiziellen AUNS unterstützt wurde. Die Redaktion].

Obwohl sich die Bürger auf die Medien verliessen und wenig nach andern Informationen suchten oder fragten, muss nun nicht „das Volk“ angeklagt werden, sondern die Führungskräfte der Politik, der Wirtschaft, der Verbände, der Medien und Kirchen. Sie alle haben verhindert, dass bei den letzten drei wichtigen Abstimmungen, besonders jene vom 21. Mai 2000, ausgewogen und gerecht von allen Seiten informiert werden konnte. Sie alle haben gemäss ihrer eigenen Interessenlage manipuliert, verschwiegen und boykottiert. Sie alle haben die freie Meinungsäusserung und den Respekt vor demokratischen Auseinandersetzungen abgewürgt.

Es scheint bereits, dass es bei der „18%-Initiative“ ebenso laufen soll. Bekanntlich gaben Christoph Blocher und die Zürcher SVP bereits die Nein-Parole heraus. Ich aber stehe auch hier konsequent für unsere Heimat ein.

R. Uhler, St. Gallen

 

Das kleine Volk

Es war einmal ein kleines Volk, das bescheiden und arbeitsam und brav war. Dieses Völklein war zufrieden und glücklich in seinen Bergen und mit seinem einfachen Leben. Es liebte vor allem die Freiheit und den Frieden, und hatte nie Kolonien gehabt. Der Friede war eine Gottesgabe, die ihm geschenkt wurde. Mit der Zeit und mit viel Arbeit und Sparsamkeit entwickelte es sich ausgezeichnet und wurde immer reicher. Mit seinem Reichtum erweckte es den Neid anderer Völker. Durch viel List und Raffinesse seitens der anderen begann das Völklein sich immer mehr für Luxus und für Geld zu interessieren. (Wir wissen alle, dass man für den Lebensunterhalt Geld benötigt, aber jene, die genug davon haben, sollten nicht immer und immer mehr davon wollen: das ist eine grosse Sünde, denn man nimmt dadurch den anderen, was sie zum Leben nötig haben.) Früher hatten die Ersten des Volkes sich beispielhaft geopfert, gearbeitet und geholfen, damit alles in bester Ordnung war. Diese hielten ihr Versprechen, dem Volk zu dienen. Und wie kam es später? Haben die Ersten ihr Versprechen gehalten? Nein! Sie füllten das kleine Land mit Parasiten jeder Sorte; sie behielten bösartige Kriminelle im Land! Sie erlaubten, dass grosse Unternehmen der Hälfte ihres Personals kündigten, damit die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer wurden. Auch die 50jährigen Familienväter fanden keine Arbeit mehr, da sie als zu alt betrachtet wurden. Und die glücklichen Zeiten war nur noch eine Erinnerungen. Auch die Bescheidenen hatten sich an den Luxus gewöhnt und waren nicht mehr zufrieden; sogar die Fremden wollten in Luxus leben, da sie danach Lust bekommen hatten, weil sie so viel Geld erhielten aus den Kassen des kleinen Volkes. Alle wollten mehr und mehr bekommen. Es gab immer mehr Bürokratie, so dass die Steuern immer höher wurden! So hatten die Feinde gesiegt und das kleine Volk ruiniert. Darum merke: Das stärkste Werkzeug des Teufels ist das Geld!

Andrée Bickel, Basel

 

Jüdische Flüchtlinge

Als Beilage erhalten Sie einen Beitrag aus der Tribune de Genève vom 16.12.99. Die Überschrift lautet übersetzt: „Der Historiker Serge Klarsfeld kritisiert den Bergier-Bericht.“ „1939 – 45 Der Nazi-Jäger schätzt, dass 5000 Juden von der Schweiz abgewiesen worden sind.“ Jetzt kommt einer, der es wissen muss. Statt den behaupteten 24’398 seien es höchstens 5000 gewesen. Mein Versuch, die meist gelesene Zeitung der Schweiz darauf aufmerksam zu machen, scheiterte, wie Sie der Beilage entnehmen können. [Die Zeitung antwortete: „…Leider fanden wir keinen geeigneten Platz zur Publikation… Verena Zürcher u. Christine Frey, Blick-Leserbriefe“.]

Alfred Künzli, Genève

 

Noch mehr Ausländer und Frust – es reicht!

Die 18%-Initiative kann sehr einfach beantwortet werden: Wollen wir noch mehr Einwanderung, Kriminalität und Gewalt? Noch grössere und kontraproduktivere Ausländeranteile in Schulen, Quartieren und Betrieben? Wollen wir noch mehr die Fremden sein im eigenen Land? Wollen wir täglich immer mehr unserer Freiheiten opfern, unseren Lebensraum zerstören? Wollen wir definitiv zur Operationsbasis fremder Völker, Kriegsorganisationen und zum Terrain für die Mittelbeschaffung aller Art, wie Handel mit Menschen, Waffen und Drogen werden?

Soll unser Land mit Einwanderungsgruppen aus 180 Nationen zum Einwanderungsstützpunkt für weiteren Zuzug werden? Sollen mit Steuererpressungen der hier lebenden und verdienenden Einwanderer in ihrer Heimat mörderische Bruderkriege durch unsere Volkswirtschaft überhaupt ermöglicht werden (z.B. Tamilen)? Wir sagen dazu Nein! Aber um so überzeugter ein Ja zur Regelung der Zuwanderung durch die 18%-Initiative!

Die 18-Prozent-Initiative ist sinnvoll im Hinblick auf die bilateralen Verträge, denn ausländische „Hochqualifizierte“ und „Führungspersonal“ werden nicht gezählt. Zwischen 1990 und 1999 wurden über eine Million definitive Aufenthaltsbewilligungen an Einwanderer erteilt, trotz der Tatsache, dass unsere Wirtschaft gar keine neuen Arbeitskräfte brauchte. Im Gegenteil, wir mussten und müssen heute noch hunderttausende von Arbeitslosen, Ausgesteuerten und Sozialfällen mit Dutzenden von Milliarden Franken unterhalten – ein Grossteil davon schlecht qualifizierte Ausländer und solche ohne Ausbildung.

Jedes Jahr reisen rund 65‘000 zurück in ihre Heimat. Laut Bundesrat kommen mit den „Bilateralen“ jährlich höchstens 10‘000 EU-Einwanderer. Blieben also immer noch 55‘000 neue Bewilligungen. So wäre bereits eine Stabilisierung möglich: 65‘000 wandern aus, 65‘000 kommen neu – der Ausländeranteil bliebe konstant. Werden aber statt 65‘000 neue Bewilligungen nur deren 45‘000 pro Jahr ausgestellt, erreichen wir bereits eine Reduzierung des Ausländerbestandes ohne einen einzigen Härtefall. Genau das muss nun dringend und unverzüglich angestrebt werden. Lassen wir uns von den eilends konstruierten Verschärfungsschritten der Frau Metzler nicht blenden; sie sind einmal mehr von den Regierenden unter dem Druck einer drohenden Zustimmung des Volkes inszeniert und dienen ganz alleine der Abwehr einer längst fälligen Zustimmung des Volkes.

WiIIy Schmidhauser, Dettighofen

 

Ogi absetzen!

sagt, was ich denke und fühle und mich empört. SVP und AUNS sind einig in Worten, aber sie tun nichts um den Untergang der Schweiz zu stoppen. Alle vaterländisch gesinnten Parteien sollten sich zu einer Heimatpartei zusammenschliessen und dem Ogi den Schlusspunkt unter seine Machenschaften schreiben. Er gehört abgesetzt wegen Volksverrat, wegen verfassungswidrigen Verstössen, wegen Eidbruch, wegen Arroganz und Anmassung von Rechten, die ihm nicht zustehen. Er gehört vor Gericht und abgeurteilt ohne Rücksicht auf seine Stellung.

C. Z., in B.

 

Späte Erinnerung

Seit der nichtinformierte und ausländerfreundliche Schweizersouverän das ARG angenommen hat, geht es mit unserer Freiheit bergab, und zwar sehr rapid. Wir, das heisst wir Schweizer, haben seitdem unzählige Klagen am Hals, aufgebaut auf sogenannten Altlasten. Die Einwanderer aus allen Herren Länder werden immer überheblicher und frecher und unsere Gesetzeshüter bleiben fast immer untätig.

Opfer des Zweiten Weltkrieges melden nach über 50 Jahren plötzlich Forderungen an, in der Meinung die Schweiz schulde ihnen etwas. Doch können wir uns nach dem angenommenen ARG gar nicht mehr dagegen wehren. Dabei geht es diesen Opfern – wie es sich herausgestellt hat – nur ums Geld. Immer mehr Menschen aus aller Welt wollen von uns immer nur Geld. Den Opfern macht es gar nichts aus, sogar von Menschen Schadenersatz zu verlangen, die am Kriegsgeschehen und somit an ihren Leiden völlig unschuldig sind. Diese sind daher nicht meine Freunde.

B. F., Richterswil

 

Hoffnungsträger – Jugend gegen Bilaterale

Ich habe mit Interesse Ihre Nummer 3/2000 gelesen. Ich bin noch überzeugt, dass in der Schweiz die Stimmergebnisse manipuliert werden wie sicherlich auch in der BRD (Republikaner 4,8 oder 4,9%). Erschütternd auch die Leserbriefe der alten Menschen. Wir alle müssen sterben ohne Hoffnung für unsere Nachkommen, die es aber auch zum Teil nicht besser verdient haben! Um so erfreulicher, was Sie von der „Jugend gegen Bilaterale“ berichteten.

W. S., zur Zeit. in Tägerwilen