Leserbriefe


Wo ist meine schöne Schweiz geblieben?

Diejenigen, die vom Röstigraben reden, wollen uns nur trennen, denn es gibt keinen Röstigraben, aber es gibt einen immer tieferen und breiteren Graben zwischen dem Schweizervolk und der Regierung. Wie lange noch wird unser Volk diesen Bundesrat ertragen, der seine Politik nach den Wünschen des Auslandes richtet? Er scheint vergessen zu haben, dass wir noch in einer direkten Demokratie leben und er sich nach der Mehrheit des Souveräns zu richten hat. Einige dieser sogenannten Weisen genieren sich nicht, uns ihre Meinung aufzuzwingen! Sobald das Volk seine eigene Regierung bekämpfen und sich gegen sie verteidigen muss, ist vieles nicht mehr in Ordnung. Wie kann man diese Regierung zum Rücktritt bewegen? Welsche, Deutschschweizer sowie Tessiner und Rätoromanen, wir alle sind Schweizer und wir wollen unsere Identität, unsere Freiheit und die Neutralität unseres Landes bewahren. Wir sind aber im Begriff, alles zu verlieren, falls wir uns nicht entschlossen gegen die Verwässerung und Abschaffung unserer Rechte und Freiheiten zur Wehr setzen. Dazu gehört auch der Abbau der ganz masslosen Überfremdung. In unseren Städten kann man sich kaum noch bewegen ohne auf Schritt und Tritt Ausländern zu begegnen (in Basel 40%). Wir gehen unter in der Masse dieser Leute, deren Kultur oftmals so verschieden ist von der unseren. Die vielen Ausländer werden uns immer wieder gegen unseren Willen aufgezwungen, indem wir mit unzutreffenden Behauptungen eingeschüchtert und skrupellos angelogen werden, sobald eine Reduktion der Ausländer diskutiert wird, wie bei der 18%-Initiative.

Andrée Bickel, Basel

 

Wie eine Fliege im Netz der Spinne

Nebst Ihren Beiträgen in lese ich mit besonderem Interesse die Leserbriefe. Besonders diesem in Nr.5/2000 „Christus wird siegen“ von H. K. in Bürglen, kann ich voll zustimmen. Vor 2000 Jahren schrieen sie: „kreuzige ihn“ (Matth. 27, 22). Dieser Geist lebt vermehrt noch heute, und das Ziel, eine Weltregierung, ist doch in greifbare Nähe gerückt, und mit ihr auch die unumschränkte Macht. Die Freimaurer leisten dabei vorzügliche Handlangerdienste. Soweit mir bekannt ist, sind sämtliche Bundesräte Logenmitglieder, sogar der Jüngste der CVP ist im „Lions Club“. Unter diesen Umständen spielt es gar keine Rolle, wer gewählt wird, ob von der CVP oder SP, denn sie sind ja alle „Brüder“ und müssen daher spuren und dürfen keinesfalls von der vorgegebenen Linie abweichen. Diese haben uns das ARG, die neue BV und die Bilateralen Verträge aufgezwungen und verhindert, dass am 24. September 2000 die 18%-Initiative angenommen wurde. Diese wollen uns gewaltsam in eine multikulturelle Gesellschaft einbinden, die nur im Chaos enden kann, wie im Kosovo. Die heutigen Stimmbürger kommen mir vor, wie eine Fliege im Netz der Spinne. Mit der Annahme des Antirassismusgesetzes sind sie ins perfide, feingesponnene Netz geraten und zappeln verzweifelt, um loszukommen; durch Annahme der hinterhältigen neuen Bundesverfassung werden sie fast wehrlos; und da sie die aufgezwungenen Bilateralen Verträge auch noch angenommen haben, saugt man sie noch aus. Es fehlt ihnen das Licht, schrieb ihr Leserbriefschreiber H. K. ganz richtig, sonst müssten sie erkennen und entsprechend reagieren. Heisst es doch „Wer viel hat, dem wird gegeben, und wer wenig hat, dem wird das Wenige noch genommen.“ Dies ist nicht materiell gemeint, wie vielfach irrigerweise angenommen wird, sondern damit ist das Erkennen, die Einsicht und die Gabe für die Unterscheidung der Geister – also auf das notwendige Oberlicht bezogen. Ohne dieses sind wir Wanderer in der Nacht, orientierungslos und jederzeit absturzgefährdet. Wir leben in der Endzeit und ich fürchte, dass eine Christenverfolgung über uns hereinbricht, wie sie die ersten Christen auch erlebt haben. Christus wird siegen – sicher – aber vorher wird die laue, schal gewordene Christenheit durchs Feuer müssen. Die Spreu muss vom Weizen getrennt werden. So steht es jedenfalls geschrieben.

J. P., Reinach

 

Diverse Preiserhöhungen

Jetzt ist es soweit: Am 1.11.2000 hat der Bundesrat die Einführung der LSVA per 1. Januar 2001 definitiv beschlossen. Wie Sie wissen, hat das Schweizer Volk im September 1998 die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) angenommen. Mit ihrem Ja haben die Stimmbürger auch ja gesagt zu den entsprechenden Mehrkosten, welche ab 1. Januar 2001 Realität werden. Verrechnet wird die LSVA, indem das Gewicht des Lastwagens mit den gefahrenen Kilometern und der Emissionskategorie des Lastwagens multipliziert wird. Daraus resultiert theoretisch für jede Lieferung eine individuelle Steuerbelastung, die nur mit einem unverhältnismässigen Aufwand berechnet werden könnte. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, die durch die LSVA anfallenden Mehrkosten gleichmässig auf die Produktpreise zu überwälzen. Doch die LSVA verteuert nicht nur die Auslieferung unserer Produkte, sondern auch die eingekaufte und bei uns angelieferte Ware. Weitere Kostentreiber in der Warenverteilung stellen die massiv gestiegenen Treibstoffpreise und die vorgesehene Posttariferhöhung dar. Aufgrund der oben genannten Gründe (LSVA auf Transportvorleistungen, LSVA bei der Warenverteilung, Treibstoffpreiserhöhungen und gestiegene Posttarife) sehen wir uns gezwungen, unsere Preise für alle Lieferungen ab unserem Lager per 1. Januar 2001 um generell 2,7 % zu erhöhen. Dieser Zuschlag wird offen auf jeder Rechnung ausgewiesen werden.

Unser Papierlieferant, die Red.

 

Sklavenhaltung und Menschenrechte

Seit etlichen Jahren erhalte ich regelmässig dringliche Aufrufe zur finanziellen Unterstützung einer Organisation, die Christen aus der Sklaverei freikauft. Ort der Handlung, wo die Menschen als Sklaven gefangen und verkauft werden, ist der afrikanische Staat Sudan mit der Hauptstadt Khartum. Der Mann, der die Sklavenbefreiung organisiert, ist Hansjürg Stückelberger, Pfarrer der evangelischen Landeskirche des Kantons Zürich. Das Büro dieser Sklavenbefreiungsaktion befindet sich seit Jahren in CH-8122 Binz ZH.

Wenn man die Tatsachenberichte über die Sklavenjagden sowie über die Verschleppung und den Verkauf dieser unglücklichen Menschen liest, fühlt man sich in längst vergangene Zeiten versetzt, als Negersklaven in Amerika auf öffentlichen Marktplätzen versteigert wurden, wo Familien rücksichtslos auseinandergerissen wurden, wenn ein Käufer nicht alle Familienmitglieder kaufen wollte… Man lese nach im Buch Onkel Toms Hütte, ein Buch, das noch in meiner Jugend in keiner Schulbibliothek fehlte.

Nun stellt sich die Frage: ist der Staat Sudan, wo die Sklaverei offen praktiziert wird, ein international anerkannter – vielleicht sogar ein „demokratischer“ Staat? Unterhält vielleicht sogar die Schweiz in Khartum eine Gesandtschaft und hat eventuell der Staat Sudan in Bern oder in Genf eine „diplomatische Mission“ … wie man das im internationalen Jargon nennt.

Wie dem auch sei: man muss feststellen, dass eine wohl orchestrierte internationale Hasskampagne gegen den österreichischen Politiker Jörg Haider im Gange war. Gegen Haider war seither jede Beleidigung und jede öffentliche Anpöbelung gestattet, weil er gesagt hatte, in Österreich habe es nun mehr als genug Ausländer…

Wenn man das nicht mehr sagen darf, haben wir es nicht mehr mit einer Demokratie zu tun, sondern mit einem demokratisch getarnten System der Meinungskontrolle.

Warum aber schreiten die öffentlichen Meinungsmacher nicht ein, wenn eindeutige Sklavenhaltung besteht? Warum wird die Menschenrechtskontrolle nicht in Betrieb gesetzt, um der entsetzlichen und menschenverachtenden Sklavenjagd und dem dazugehörigen Sklavenhandel ein Ende zu bereiten?

Anstatt über Österreich herzufallen und voreilige Verdammungsflüche gegen den Politiker Haider von sich zu geben, wäre es wahrlich angebracht und dringlich, im Sudan einigen Eifer zu entwickeln, um dem Terror der Sklavenjagd und des Menschenhandels Einhalt zu gebieten.

Dass es sich beim vorliegenden Beispiel nicht um Einzelfälle handelt, ist ersichtlich aus einem vom 28. August 2000 datierten Informationsbrief von Pfarrer Stückelberger. Da wird die Zahl der Sklaven im Sudan auf 100’000 (hunderttausend) geschätzt.

B. C. B., Tegna

 

Leben im Mutterschoss vernichten?

Die Diskussion, ob das Leben im Mutterschoss getötet werden darf oder nicht, wird im kommenden Jahr zum zentralen Thema werden. In einer Zeit, wo nach dem Bekanntwerden des brutalen Todes eines zwei Monate alten „Babys“, das vom eigenen Vater zu Tode geprügelt wurde, das ganze Volk aufschreit! Mit Recht ist eine solche Schandtat zu verurteilen. Doch wo bleibt der „Aufschrei“ des Volkes und wer verurteilt die „Schandtaten“, die begangen werden am ungeborenen Leben im Mutterschoss? Wer hat das Recht, Leben zu töten, sei es geboren oder ungeboren? Wer hat das Recht zu bestimmen, welches Leben „lebenswert“ ist und welches nicht? Was der Bundesrat dem Parlament vorgeschlagen hat und wie der Ständerat und der Nationalrat entschieden haben, ist ein Angriff auf das ungeborene Leben. Als Bürger unserer Eidgenossenschaft glaubte ich immer, der Staat sei verpflichtet Leben zu schützen, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tode. Scheinbar soll in Zukunft der Grundsatz: „Du sollst nicht töten“ nicht mehr Bestandteil unserer Gesetzgebung sein? Wohin wird das führen? Zuerst die ungeborenen Kinder, dann die alten, kranken Menschen, dann die behinderten und scheinbar „wertlosen“ Menschen. Ja, und dann die anders Denkenden, die anders Gläubigen und anders entscheiden wollende Menschen? Ja, und dann frage ich: „War die Vernichtung unliebsamen Lebens im Dritten Reich nur Vorkämpfer für unsere grauenvollen und schändlichen Taten, die wir im Begriffe sind, an unseren Mitmenschen mit gesetzlichen Grundlagen zu legalisieren?“ Was sollen da bewaffnete, friedenserhaltende Einsätze unserer Armee im Ausland, derweil in unserem Lande die „Schwächsten“ einem egoistischen „Vernichtungskrieg“ ausgeliefert werden? Zum Schluss noch eine wahre Begebenheit: Eine Mutter, die das vierte Kind unter ihrem Herzen trug, ging zum Arzt und bat ihn: „Bitte helfen Sie mir, ich bin zum vierten Mal schwanger und möchte kein weiteres Kind mehr haben, können Sie es mir nicht wegnehmen?“ Der Arzt sieht der zum vierten Mal werdenden Mutter in die Augen, überlegt, fragt sie nach den drei Kindern daheim, und sagt ihr dann die tief wirkenden Worte: „Liebe Mutter, gehen Sie und töten Sie eines ihrer Kinder daheim, denn es kommt nicht darauf an, ob Sie das Kind in ihrem Mutterschoss töten oder eines Ihrer Kinder daheim.“ Die Mutter war tief betroffen und erkannte, dass sie fast zur Mörderin ihres eigenen Kindes geworden wäre.

K. S., Wangen