Das Prinzip Arche Noah

Von was Eva Herman wirklich schreibt

Eva Herman hätte «gelegentlich Schwierigkeiten ihr Weltbild in eindeutige Worte zu fassen» flunkert der Stern seinen Lesern vor (Stern, 18.10.2007). Doch er zitiert keinen einzigen Satz ihres Buches, denn das Gegenteil erweist sich auf jeder der 240 Buchseiten von neuem. Was sie schreibt, scheint der Geheimhaltung zu unterliegen, denn es erweist sich von höchster Tragweite für unser aller Zukunft. Die Wenigen die mit dem Kauf des Buches die Wahrheit erfahren, haben ohnehin nicht die Möglichkeit, sich breites Gehör zu verschaffen, also braucht man es mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen, so offenbar das Kalkül der Medien. Um die Leser abermals zu täuschen, relativiert der Stern die oben zitierte Unterstellung ein paar Sätze später mit der dreisten Ausrede: «entscheidend sei», wie Eva Herman «verstanden wurde». Warum soll sie daran schuld sein, wie man sie versteht? Nachdem die Journaille ihre Worte zurechtgebogen hat! Dumme Vergleiche von Zitaten Joseph Goebbels mit Eva Hermans Frauenverständnis sollen Käufer ihres Buches abspenstig machen. Leser und Zuhörer sind verwirrt.

Es ist längst an der Zeit, dass Abermillionen von Bürgern endlich merken, was gespielt wird, und sich nicht länger hinters Licht führen lassen, sondern ihr Recht einfordern, wahrhaftig informiert zu werden. Unser Bericht soll die Lügen der Falschspieler bei Presse und Fernsehen entlarven.

Es ist gut, dass nicht ein Mann, sondern eine Frau dieses Sachbuch geschrieben hat. Um es vorweg zu nehmen: Eva Herman bekräftigt, dass Frauen interessante Berufe erlernen und ausüben sollen. Sie habe «niemals gefordert, dass die Frauen an den Herd zurück müssten», wehrt sie voreilige Kritik ab. Wer ihr Buch liest, merkt sofort: Eva Herman ist nicht nur eine intelligente, sondern auch eine gebildete und sensible Frau, die die Probleme und Missstände zu Beginn des 21. Jahrhunderts klar erkannt hat und mit ihrem Anliegen ein breites Publikum anspricht. Der vom Thema nichtsahnende, unvorbereitete Leser wird überrascht sein, wie engagiert Eva Herman die herrschende Familienpolitik untersucht und ihre Gefahren aufzeigt. Herman hat vier Bücher geschrieben. Hohe Wellen verursachte in Deutschland ihr Buch «Das Eva-Prinzip». Ihr neues Buch «Das Prinzip Arche Noah – Warum wir die Familie retten müssen» enthält 103 Fussnoten zum Literaturverzeichnis und Eva Herman zählt 29 Autoren auf, deren Werke sie zu Rate gezogen hat. Kein Wunder, dass eine gesteuerte Medienmeute sich über ihre eigentlichen Anliegen ausschweigt und mit vollständig verdrehten Gesichtspunkten die Öffentlichkeit täuscht.

Die scheinheilige Empörung über Eva Herman wird nur verständlich, wenn uns klar wird, dass eine Rückkehr zur traditionellen Familie und deren inneren Werte ein Nein zum schrankenlosen Globalismus bedeutet. Ein ähnliches «Fehlverhalten», dessen sich schon Adolf Hitler «schuldig» gemacht hatte, worauf Judäa dem Deutschen Reich am 24. März 1933 den Krieg erklärte. (Heute stehen die Kriegsherren in den USA nach ihrer de facto Niederlage im Irak, sowie angesichts der Unnachgiebigkeit Putins und Ahmadinedschads vor dem Aus. Auch China widersetzt sich ihren Forderungen. Der Zerfall des Dollarimperiums und eine mutige Opposition von Militärkreisen im eigenen Land tragen das ihre dazu bei.)

Das Buch ist voller Überraschungen, für Frau – und Mann. Es erstaunt besonders dadurch, dass Eva Herman es wagt, gegen den Strom zu schwimmen, obwohl ihr die damit verbundenen Gefahren zum voraus nicht unbekannt waren. Indem ihr Plädoyer für eine neue Familienkultur mit der Familienpolitik des Nationalsozialismus gleichgesetzt wurde, haben verkommene Figuren, die in Deutschland den Ton angeben, Eva Herman vorerst einmal den Platz als Tagesschau-Sprecherin zunichte gemacht und ihr dadurch die Publikumsnähe und damit verbundene Popularität entzogen. Doch der Schuss könnte nach hinten losgehen, wenn es Herman gelingt, die Diskussion über die neue Familienkultur wachzuhalten, so dass die Gefahr, die unsere Gesellschaft bedroht, von vielen Menschen bewusst wahrgenommen wird. Bei dieser Aufgabe sollten wir alle ihr durch Gespräche in der eigenen Familie, mit Freunden und Nachbarn mithelfen.

Wir sollten uns endlich darüber Klarheit verschaffen, dass die Geschichte des Nationalsozialismus in betrügerischer Weise als politisches Instrument missbraucht wird, um unliebsame Massnahmen gegen eine Mehrheit des Volkes durchzusetzen und Widerspenstige in Schach zu halten, wie am Beispiel Eva Herman eindrücklich bewiesen ist. Sie wurde mit dem Vergleich ihres angeblich «abenteuerlichen» Frauenbildes mit solchen von Joseph Goebbels in die braune Ecke gedrängt, statt über unbeliebte Massnahmen der aktuellen Familienpolitik, welche die Bevölkerung beunruhigen, zu debattieren:

Kinderarmut und -verwahrlosung sowie Jugendkriminalität, aggressive Jugendliche, randalierende Schüler, ungenügendes Kinder- oder Erziehungsgeld, Entfremdung des Kindes von der Mutter durch Kinderentzug durch zwangsweise angeordnete Ganztagesschulen, das Ende der Erziehungshoheit von Eltern – all dies aus wirtschaftlichen Interessen mit dem Ziel, die traditionelle Familie zu zerstören, um Frauen in die vollberufliche Arbeitstätigkeit einzuspannen. «Der Staat nimmt sich Rechte heraus, um ‹von oben› zu steuern und sich die Gesellschaft so hinzubiegen, wie es für das wirtschaftliche System günstig erscheint», schreibt Herman. Leidtragende sind nicht nur Kinder und Frauen, sondern auch Männer. Herman enthüllt Hintergründe und Zusammenhänge, die zum Familienwandel geführt haben. Sie nennt die treibenden Kräfte und macht Vorschläge für die Zukunft.

«Staatlich empfohlener Kindesmissbrauch» nennt Eva Herman die von der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BTgA) durchgesetzte Sexualaufklärung von Kindern «ab erstem Lebensjahr» (sic!) und deren Ermunterung und Anleitung zu Sextätigkeiten! Eine Mutter erzählt, ihr Mädchen, das diese Dinge noch gar nicht einordnen kann, kam nach Hause und fragte: «Mami, unsere Lehrerin hat uns erklärt wie Sex geht. Muss man das wirklich machen, um Kinder zu bekommen?» In einem staatlichen Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualerziehung vom «ersten bis zum dritten Lebensjahr» (sic!) werden Väter und Mütter zu einer perversen Praxis an Kleinkindern ermuntert, deren Details wir unseren Lesern hier ersparen. Die Sexualkunde für Kinder begänne schon im Kindergarten, schreibt Herman.

Die staatlich diktierten Praktiken können nicht anders als pervers und verbrecherisch bezeichnet werden, denn Kinder werden noch lange vor ihrer Pubertät zwangsaufgeklärt, sexualisiert und den Kindern werden obszöne Lieder gelernt. Solche Praktiken werden von der EU gedeckt, wenn nicht sogar vorgeschrieben. Am 13. März 2007 haben das Europäische Parlament, Rat und Kommunen in Strassburg eine gemeinsame Erklärung zur Kinderbetreuung abgegeben. Danach sollen die Anstrengungen in diesem Bereich erheblich verstärkt werden, damit bis 2020 in allen Mitgliedstaaten Betreuungsmöglichkeiten für mind. 90 % der Kinder ab dem dritten Lebensjahr und für mind. 33 % der Kinder unter drei Jahren zur Verfügung gestellt werden können. Auch die Schweiz fährt auf der EU-Schiene: «Vorstoss für Vorkindergärten. Förderung soll früher starten.» (Basler Zeitung, 7.11.2007, S. 13).

Eva Herman fragt: «Haben wir wirklich keine Chance mehr, gegen familienfeindliche politische Massnahmen aufzubegehren und Missstände zu verändern?» Niemand wage zu protestieren. Politiker aller Farben seien daran beteiligt. «Wie an einem unsichtbaren Band gezogen, stets nur diese eine Richtung verfolgend, haben sie in den zurückliegenden Jahren auf merkwürdige einseitige Weise dem inflationären Krippenausbau zugestimmt, ihn gutgeheissen, ja, geradezu empfohlen. …Wer sich dem übergeordneten europäischen Gremium widersetzt, hat in der Politik nichts mehr zu suchen, er gefährdet seine berufliche Position.»

Der Nationalsozialismus ist in Eva Hermans Buch kein Thema. Er wird zufällig zweimal gestreift. Einmal schreibt sie von den 68ern, welche einst behaupteten, gerade Autoritätshörigkeit, Gehorsam und Disziplin «hätten Deutschland in die Katastrophe des Nationalsozialismus» schlittern lassen. Von der Schule schreibt Herman, dass die allgemeine Schulpflicht in Preussen schon 1717 eingeführt worden sei, «doch erst Nationalsozialisten definierten sie als Präsenz der Kinder in Schulen». Und in ihren Schlussbemerkungen distanziert sie sich ausdrücklich von linkem und rechtem Fundamentalismus. «Wenn solche Gruppen meine Gedanken für ihre Propaganda benützen wollen, so ist das gegen meinen Willen.»

Mit der «Arche Noah» stellt Eva Herman ein überzeugendes Bild für ein wichtiges Überlebensprinzip heraus. Es basiert auf einer starken Familienkultur, einem System des Vertrauens und der Verlässlichkeit, einem Netz der Verantwortung und der Nachhaltigkeit. Denn dies ist die Grundlage allen menschenwürdigen Zusammenlebens auch ausserhalb der Familie. «Arche Noah» gehört daher in die Hand einer jeden jungen Frau.

Eines steht fest: Die Anschuldigungen gegen Eva Herman entbehren jeder Grundlage. Der Nationalsozialimus ist nicht ihr Thema. Diese Tatsache führt uns zwangsläufig zu der sehr wichtigen Frage nach dem Grund für den Rausschmiss beim NDR und die Hexenjagd auf die Sachbuchautorin. Es gibt nur eine plausible Antwort: Es soll vom Kauf ihres Buches abgehalten und Widerstand gegen die Regierung verhindert werden. Zweitens, wie oben schon angedeutet: Der Nationalsozialismus ist die politische Waffe der von US-Gnaden gelenkten Vasallenregierung Deutschlands, um das Volk zu entrechten, in die Knie zu zwingen und auszubeuten. Versailles ohne Vertrag!

Als weiteren Beweis für das bisher Gesagte beachte man noch wie arglistig der Stern Eva Hermans Plädoyer zur Familienpolitik in den Schmutz zieht: «Ihr Rückgriff auf die NS-Familienpolitik sei fatal, weil untrennbar zur Familienpolitik der Nazis der mörderische Rassenwahn gehöre» (Stern, S. 36). Wie wir alle wissen, ist «Mörderischer Rassenwahn» ein Synonym für die «Ermordung der Juden». Der jüdische Professor Norman Finkelstein belehrt uns darüber: «Für einen mörderischen Impuls der Nichtjuden in ihrer Gesamtheit gibt es keinen einzigen historischen Beweis» («Die Holocaust-Industrie» S. 57). Dass Stefan Schmitz im Stern in einem wirren Satz auch noch die Totschlagvokabel «Holocaust» bemüht, beweist den betrügerischen Machtmissbrauch des Holocaust zu politischen Zwecken: «Das Zweifeln am Holocaust, an dem es keine Zweifel gibt, ist ein Fall für den Staatsanwalt». Nein, Herr Schmitz, ein Fall für den Psychiater!