Rechtsrutsch

Bei den Gemeindewahlen vom 19./20. April im Tessin ging die Lega dei Ticinesi als Siegerin hervor. In 101 Gemeinden hat sie insgesamt 20 Mandate dazugewonnen. FDP, SP und CVP haben grössere Verluste hinnehmen müssen, was zu einem deutlichen Rechtsrutsch geführt hat. Die Lega konnte in Lugano nebst ihrem Präsidenten Giuliano Bignasca neu einen zweiten Stadtrat plazieren. Sie hat nicht nur mit Themen der üblichen Kommunalpolitik Stimmen gewonnen, sondern ganz besonders durch ihren Aufruf «Zuerst die Tessiner, dann die Ausländer». Dieses Thema hat sie auf grossen Wahlplakaten mit Indianerbild und dem Slogan «Weil die Indianer die Einwanderung nicht stoppen konnten, leben sie heute in Reservaten» unters Volk gebracht.