Wo bleibt der Datenschutz für Ihre Unterschrift?

Bern, 14.11.2013
An die Schweizerische Post AG
 
Sehr geehrte Frau Varallo

Ihre Ungenauigkeit erschreckt mich. Ich habe Ihnen keine Meldung zugesandt mit welcher ich meine Anliegen geschildert hätte. Offenbar haben Sie eine Nachricht vom Postamt Basel 18 bekommen, wonach ich auf dem Display keine Unterschrift leiste.

Ich habe seit rund zwei Jahren auf dem inzwischen geschlossenen Postamt Basel 8 ausschliesslich auf der Abholungseinladung unterschrieben, und dabei bleibt es.

Es existiert in der Schweiz kein Gesetz, demzufolge jemand gezwungen wäre und es ihm damit unmöglich gemacht würde Einblick in das gesamte «Dokument» zu haben, für das die betreffende Person ihre Unterschrift abzugeben hat, wie dies in einem elektronischen Netzwerk zutrifft. Somit würde ihr die Gewährleistung des Datenschutzes, hier der Unterschrift, verweigert. Wie in der Öffentlichkeit inzwischen bekannt wurde, sind selbst militärische und von Atomkraftwerkbetreibern betriebene Informatiksysteme von Einbrüchen und Datenklau bedroht. Auch die Schweizerische Post ist davor nicht geschützt.

Da ja nach Ihrer eigenen Bestätigung die Unterschrift auf dem Display identisch mit der Unterschrift auf der Abholungseinladung ist, werde ich weiterhin ausschliesslich auf der Abholungseinladung unterzeichnen.

Sollte mir das Postamt deswegen – bar jeder gesetzlichen Grundlage – die Aushändigung einer postalischen Zustellung verweigern, wäre ich gezwungen, den mir zugestellten Brief oder dgl. an den Absender zurückgehen zu lassen. Ich mache hiermit im eigenen Namen sowie namens des Presseclubs Schweiz die Schweizerische Post für jeden mir bzw. dem Presseclub Schweiz dadurch entstehenden Schaden ohne jede Einschränkung vollumfänglich verantwortlich. Die Schweizerische Post wäre uneingeschränkt schadenersatzpflichtig.

Mit freundlichem Gruss

Presseclub Schweiz
sig. Ernst Indlekofer