Leserbriefe

 

Internationale Geldmafia

Lieber Herr Indlekofer, haben Sie grossen Dank, dass Sie Ihr überlegenes Wissen weitergeben!

Soeben schockiert mich der beigelegte Artikel über die BIZ [Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Basel]. Wie kommt so was in die Schweiz? Warum Basel und nicht Genf? Wie verhalten sich BIZ und FED zueinander? Welcher ist mächtiger? Welche ist wirklich die höchste und Mächtigste?

Diesen BIZ-Turm in Basel muss ich mir mal ansehen. Ist wohl die Grenze dieses Basel-Innerstädtische «Auslands» klar markiert? Heisst dieses Ex-Territorium auch «Enklave»? Kennen Sie jemanden, der in dieser «ausländischen» BIZ arbeitet? Wozu und wem vor allem dient der Internationale Zahlungsausgleich?

Marie Louise Attenhofer, Zürich

Die Redaktion: Die Schreiberin reagiert auf einen Beitrag «BIZ-Finanzturm: Nicht einmal die Polizei darf ohne Zustimmung der Bank dort hinein!» Die BIZ ist der verlängerte Arm des FED, der Weltbank und des heuchlerischen IWF.


 

Bargeld verbieten

Was auf dem Bahnhofplatz Liestal (BL) geschieht (Ihr Leserbrief von Marcus Stoerklé in der letzten Ausgabe), passiert auch in Winterthur. Verkauft wird uns das von der Post als Verbesserung der Kundenfreundlichkeit.

In Winterthur wurden bereits zwei Poststellen geschlossen. Die Poststelle Obertor wird ab Oktober 2014 bereits zur dritten, obwohl die Kundschaft zahlreich ist und die Poststelle rentiert. Irgendwie will man uns Bargeld verbieten.

K. Meier, Winterthur

Die Redaktion: Gemäss Kundeninformation der Post wird das geschlossene Postamt durch eine «Agentur» Papeterie Wachter ersetzt. Einzahlungen können nur noch bargeldlos getätigt werden. Das Finanzdepartement Widmer-Schlumpf und die kantonalen Steuerämter sollen jede Transaktion ihrer Bürger überwachen können. Der geldgierige Post CH AG verkauft ihre Kundschaft für dumm und bezeichnet dies als «einfach, praktisch und kundennah». Gleichzeitig heuchelt sie mit beissendem Spott mit «Dank für Ihr Vertrauen». Zynischer geht es nicht mehr.

Unsere Briefposttarife sind bis zum Siebenfachen (!) teurer als die deutschen. Vergleich mit dem Wechselkurs 1 Euro = Fr. 1.24: Brief CH 251 bis 500 g international Fr. 16.-. Brief BRD, gleiches Gewicht, international Fr. 4,28. Ein Brief von der Schweiz nach Deutschland, 251 bis 500 g, kostet Fr. 12,50. In Deutschland kostet derselbe Brief Fr. 1,80. Postalische Bluthundgier hoch zwei! Wieso?

Die oberste Chefin der Schweiz, Susanne Ruoff, verdient 840 Tausend Franken im Jahr. Statt ihrer offiziellen Arbeit, dem «Service publique» zuverlässig und mit moderaten Preisen nachzukommen, wirbt die Post mit einem mehrseitigen und buntfarbigen «Voilà Postshop» – von überteuerten Portotaxen bezahlt – für Fondu- und Grillöfen, Velos, Motorsägen und Bohrer usw. Demnächst vielleicht noch für gelbe Präservative und künstliche Befruchtung. Wer stoppt die Post CH AG, die den bürgernahen «Service publique» in fahrlässigster Weise grob missachtet?


 

Bargeldloser Zahlungsverkehr

Die Banken möchten aus der jederzeitigen Angst vor ihrer Verschuldungsgefahr, ihren Betrieb am liebsten völlig bargeldlos abwickeln. Dies böte ihnen auch mühelosen Zugriff auf sämtliche Konti, welche sie dann plötzlich mit hohen virtuellen Abbuchungen im sogenannten Pfandrecht partiell enteignen könnten, wenn die Kundschaft zuvor eben kein Bargeld abheben kann, bzw. ihr Eigentum nicht mehr in Sicherheit bringen kann. Dies ist nicht von der Hand zu weisen, denn zuerst verlor (und verliert immer noch) die Schweizerische Nationalbank über den IWF und die Europäische Zentralbank sehr viel Geld, später holen sich die Banken das Geld bei den kleinen – und mittleren – Anlegern in Form von höheren Spesen, oder eben Negativzinsen und das ist eine partielle Enteignung!

Wieso eigentlich machen Banken in letzter Zeit verstärkt Werbung für bargeldlose Geldtransfers per «Handy» (I-Phone)? Doch sicher nicht aus Nächstenliebe!

Da viele Banken – wie man liest – den Bargeldbezug einschränken wollen, ohne Rechtsgrundlage nota bene, entsteht für die Kunden eine absichtlich herbeigeführte Rechtsunsicherheit, ja eine Rechtsverluderung, mit dem Zweck, den Kunden ihr Recht auf ihr Bargeld auszureden und abzugewöhnen.

Fazit: Sozialpolitiker, Linke, Halblinke (CVP) und Pseudo-Bürgerliche (BDP) sind noch immer der Ansicht, dass auch kleine – und mittlere Bankkunden – wenn auch indirekt –, mithelfen sollen, an das Fehlkonstrukt EU ,welches NICHT in der Schweiz entstand, deren immense Misswirtschaft zu tragen; mit Hilfe der Abschaffung des Bargeldes, auf dass allen Normalbürgern der Zugriff auf physisch greifbares Geld (mit Kaufkraft) verwehrt wird. Gute Nacht!

M. Stoercklé jun., Basel

Die Redaktion  wundert sich, wieso ausgerechnet die Weltwoche 28/2014 (S. 36), kommentarlos die Lobhudelei des Professors Kenneth Rogoffs (ex. IWF-Chef) und sein Geschwätz, wie auch des UBS Chefökonoms Andreas Höfert brachte. Rogoff, «Spezialist für Finanzkrise», und Höfert «übersehen», dass die Welt mit mehreren Billionen von Dollar überschwemmt wurde. Statt dessen wird von 200 Millionen Dollar in Hunderternoten eines mexikanischen Drogenbarons geschwätzt, was nach Abschaffung des Bargeldes nicht mehr möglich wäre. Höfert: Statt dessen hätten wir ein «ständiges Risiko einer Enteignung».

Bargeldlos ist nichts anderes als die Fortsetzung des bisherigen Münzgeldbetrugs durch Verringerung und schliesslicher Abschaffung des Silbergehalts (früher auch Gold). Die Schweizer Münzen (5, 2, 1 und ½ Franken) hatten bis 1967 einen Silberanteil von 83,5%. Zum bargeldlosen Zahlungsverkehr wird es in der Schweiz kaum kommen, weil die Schuld auf die Politiker geschoben werden kann und die Parlamentsmehrheit kaum zustimmen wird. Wir haben einfachere und heute schon bestehende Möglichkeiten, die Bürger abzuschröpfen. Im gegebenen Moment wird Gebrauch von diesen gemacht werden.

Mitglieder des aktuellen Bundesrats werden zurzeit stark kritisiert. Besser wäre, jene zu kritisieren, welche diesen Bundesräten in ihr Amt verholfen haben. Darüber schweigen sich die vornehmen Blätter aus.

Wenn die Weltwoche in der genannten Ausgabe S. 40 trotz handfester physikalischer und logistischer Beweise für ein «Selfmade-Attentat», bei dem die jederzeit einsatzbereite Flugabwehr «abgeschaltet» wurde und Untersuchungen der Anschläge verboten wurden, verbreiten lässt, die Taliban hätten sich länger halten können, wenn «...al-Quaida [!] den Anschlag des 9/11 nicht verübt hätte», dann gehört die Weltwoche zu den Verdummungsblättern. Man muss des Denkens unfähig oder ein abgebrühter Zionist sein, um solchen Bockmist im Text stehen zu lassen. Der Schweiz abträgliche Politik wird von ihr regelmässig gross herausgestellt und ein breites Lamento inszeniert, um sich Abonnenten warm zu halten.


 

Selbstbestimmungsrecht

Die USA und die EU haben in der Ukraine eine aggressive Provokation unternommen, von der sie wussten, dass sie Russland zwingen würde, defensiv zu reagieren, auf die eine oder andere Weise. Sie haben in der Ukraine einen politischen Konflikt herbeimanipuliert, um eine prowestliche Regierung zu installieren, die darauf aus war, der EU und der NATO beizutreten, worauf deren Einflusssphäre bis an die russische Grenze reicht, eine schwerwiegende Bedrohung der nationalen Sicherheit Russlands.

Dies war eine strategische Provokation nach dem Lehrbuch Zbigniew Brzezinski’ «Die einzige Weltmacht – Amerikas Strategie der Vorherrschaft» (Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 1999). Die Vorbedingung «für eine Mitgliedschaft in der NATO ist von den USA nachhaltig beeinflusst.» (S. 47) «Amerikas geopolitischer Hauptgewinn ist Eurasien.» (S. 53) «Eine Dominanz auf dem gesamten eurasischen Kontinent ist Voraussetzung für globale Vormachtstellung. Die Vereinigten Staaten … geniessen nun internationalen Vorrang.» (S. 64) «Die NATO als auch die EU» beschäftigt die Frage «wie und wann die Mitgliedschaft […] sogar auf die Ukraine ausgedehnt werden kann.» (S. 125)

Auf der Halbinsel Krim leben 2,2 Mio. Einwohner, davon 1,5 Mio. Russen. Die Angliederung der Krim an die Ukraine 1954 durch Chruschtschow erfolgte unter eindeutiger Verletzung schon damals gültiger Verfassungsnormen. Damals sind die Einwohner der Krim nicht befragt worden. Bei der Volksabstimmung haben 82% der Wahlberechtigten teilgenommen von denen 96% der Wiedervereinigung mit Russland zugestimmt haben. Die Wiedervereinigung erfolgte nach den Normen des Selbstbestimmungsrechts der Völker, das als Menschenrecht gilt. Dies wird in der UN-Konvention über bürgerliche und politische Menschenrechte vom 19. Dez. 1966 schon im ersten Artikel ausdrücklich bestätigt. Die gewaltfreie diplomatische oder sonstige Unterstützung in einem anderen Staat ist keine verbotene Intervention.

Die Abtrennung des Kosovo von Serbien wurde damals als legitim anerkannt und vor aller Welt zum Ausdruck gebracht, dass für eine einseitige Unabhängigkeitserklärung keine Genehmigung der Zentralmacht benötigt wird. Der Internationale Gerichtshof der UN auf Grundlage von Art. 2, Abs. 1. der Charta der Vereinten Nationen vom 22. Juli 2010 stellte wörtlich fest: «Das Völkerrecht kennt keine Massnahme, die gegen eine Unabhängigkeitserklärung anzuwenden wäre.» Übrigens hatte weder die NATO noch die USA ein UN-Mandat für Luftangriffe mit bis zu 1000 Kampfflugzeugen gegen Jugoslawien. Alles schon vergessen?

Für die Errichtung einer friedlichen Welt kann es nicht gut gehen, jenen, welche auf dem Weg zur Globalisierung einen Europäischen Bundesstaat vorantreiben, dem sie auch die Schweiz eingliedern und ihre EU-Richter aufdrängen wollen, Vasallenhilfe zu leisten.

Georg Wächter, Basel