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Wirtschaft zerstört Grundwerte

Ernst Indlekofer

Die Ablehnung der sehr gemässigten Ecopop-Initiative wird zur weiteren Zerstörung unserer lebenswertesten Grundwerte führen. Nämlich einer gesunden und natürlichen Umwelt. Viele der heuti­gen Schweizer sind nach 1990 geboren und konn­ten frühestens 2008 erstmals abstimmen. Bis zu ihrem zwölften Lebensjahr waren sie kaum so weit, dass sie sich Gedanken darüber gemacht haben, wie das nähere Umfeld ihres Wohnortes aussieht und wie es wenige Jahre vorher noch ausgesehen haben mag. Die friedlichsten ländli­chen Gebiete nicht weit vor der Stadt, wo früh mor­gens im stillen Tale die Rehe zur Tränke kamen und sich abends Füchse dem Gänsegehege näherten und wo im Lichte des in die Stadt zurückkehrenden Autos Fasanen davonhuschten, solche Heimatbilder sind ihnen fremd, weil sie durch eine masslos geldgierige Wirtschaft zerstört worden, ihnen unbekannt sind.

Als Pinguinen verkleidete Orientalen, einige von ihnen mit Gesichtsmaske, als ob in unserem Land Krieg drohen würde, Neger (von lat. nigro)1 aus Zentralafrika, Araber und Mohren (von lat. maurus)2 aus Nordafrika, Südamerikaner, Chinesen, Inder und Tamilen sind heute schon in der Schule ihr tägliches Umfeld, das sie mit der Muttermilch aufgesogen haben und als «normal» empfinden. So normal wie ein in einer Glaskugel zur Welt gekommener Zierfisch die natürliche Weite und Schönheiten des Meeres auch nicht kennt. Der Unterschied zum Zierfisch ist allerdings, dass der Mensch denken kann – oder vielmehr denken können sollte. Aber auch daran werden heute die Jungen durch den Schulunterricht und die gleichgeschalteten Massen­medien gehindert und ihre Abwehr gegen Zivilokku-panten durch das Antirassismusgesetz – mit Vorbedacht der Geld- und Wirtschaftslobby – geschwächt.

Verlust von Freiheit und Unabhängigkeit

«Hände weg von den Volksrechten» titelte die Weltwoche über einem Beitrag von Christoph Blo­cher in der Nr. 49/2014. Die unersättliche, macht- und geldgierige globale Wirtschaft be­herrscht heute nicht nur die Menschen der Industriestaaten, son­dern auch jene in den empor­kommenden Ländern und ganzer Kontinente. Gemäss Christoph Blocher, einem der bekann­testen Politiker der Schweiz, war die Wirt­schaftshinderlichkeit der 18-Prozent-Initiati­ve der FDP, die er öffentlich bekämpfte, ein Grund, diese am 24. September 2000 abzulehnen. Das zeigt uns den schöngeistigen Vortragsredner, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit von der frühen Schweiz und die vom Volk erkämpften Freiheits­rechte und der Unabhängigkeit spricht, einmal von einer anderen Seite.

Wie kann man im Würgegriff der Wirtschaft, im System der «Kreditsklaven» (Viktor Orbán), noch von Freiheit und Unabhängigkeit reden? Und wo bleibt das Volksrecht, eine Vorlage annehmen oder ablehnen zu können, wenn die Wirtschaft ihr unbequeme Abstimmungen mit den Machtmitteln des Grosskapitals oder aus den vom Volk alimentierten Gewerkschaftskassen bekämpft? Das verfassungsmässige Gleichheitsgebot wird damit ausgehebelt, auch durch die Pauschalbesteuerung von Millionären, deren gesamtschweizerische Abschaffung vom Volk dennoch gutgläubig abgelehnt wurde. Abgelehnt wegen der Propaganda aus Wirtschaftskreisen und einer sich Volkspartei nennenden SVP, die das Volk und das verfassungsmässige Gleich­heitsgebot vergessen hat. Sie warnte mit «Vernichtung von Arbeitsplätzen» und «Millionenaus­fällen bei der AHV» (www.svp.ch) mit demselben altbekannten Geschwätz wie im Juni 1970 vor der «Schwarzenbach-Initiative» gegen die Überfremdung der Schweiz.

Die Schweizer scheinen nie aus ihrer eigenen Vergangenheit zu lernen. Woran das liegen mag? Kennzeichen einer Volkspartei, wie es ihr Name sagt, sieht jedenfalls anders aus. Dies ist eine Partei dann, wenn sie sich ehrlich dem politischen Wettbewerb zur Wohlfahrt des Volkes widmet. An vorderste Stelle eine nur nach Gewinn strebende Wirtschaft, ohne Sinn für Familie, Ge­meinde und Volkstum zu setzen, kann nicht im Interesse des Volkes sein. Ganz besonders dann nicht, wenn die Bewahrung seines biologischen Bestandes durch eine seit Jahrzehnte an­dauernde Einwanderung in Gefahr ist und das Volk sogar unter Zuhilfenahme von Beschimpfung eingeschüchtert wird, laut darüber nachzudenken.

Freiheit und Unabhängigkeit gilt bestenfalls für jene, welche sich diese Privilegien kaufen können. Etwa durch den Kauf schönster Bauplätze in Herrliberg. Dazu ein prunkvolles Wohnhaus mit Albert Anker-Bildern an den Wänden, und vom gepflegten Park eine prächtige Aussicht auf die am gegenüberliegenden Ufer des Zürichsees gelegenen Ortschaften. Auf Dörfer, die in den letzten dreissig Jahren zu einer nahtlosen Häuser-Silhouette zusammengewachsen sind.

Der Schreibende mag es dem sympathischen Politiker von Herzen gönnen, dass er diese Vorteile geniessen kann. Besonders den Rückzug in sein eigenes «Biotop», hoch über dem Zürichsee. Ein Vorteil an dem viele nicht teilhaben können. Oder besser gesagt, heute in ihrem auf acht Millionen Einwohner angewachsenen Land – nicht mehr teilhaben können.

Verstädterung durch masslose Einwanderung

Um sich diese Privilegien zu erhalten, hat der Wirtschafts- und Geldadel seit der «Schwarzen­bach-Initiative» jedesmal die Nein-Parole ausgegeben und dem Volk mit allen erdenklichen Nachteilen eines Ja zur Einwanderungsbeschränkung Angst gemacht, bis heute. Einzig vor der Abstimmung vom 9. Februar 2014 zur SVP-Initiative «gegen die Masseneinwanderung» ist dies nicht gelungen. Doch die Gesslerianerin im Bundeshaus verweigert bisher das mit ihrem Treueid gegebene Gelübte. In den letzten fünf Jahren bis Ende 2013 verzeichnete die Schweiz wiederum knapp eine halbe Million Einwanderer. 80’000 werden per Ende 2014 hinzugezählt werden müssen.

Brüssel will durch «sichere Korridore» weitere 50 Mio. Afrikaner und Asiaten nach Europa holen (Daily Express 11.10. 2008). Muammar Gaddafi hatte diesen Korridor verhindert, worauf Libyen zerstört wurde (siehe Nr. 4/2014). Von Italien gelangt ein jeder über unbewachte Tessiner Grenzdörfer in die Schweiz. Bundesbern zeigt sich hilflos. Die gesamtschweizerische Tatenlosigkeit, von politisch links bis de facto auch rechts, zeigt, dass die Überfremdung gewollt ist. Im Gegensatz zu Europa fängt die australische Marine alle Bootsflüchtlinge schon auf dem Meer ab – und schickt sie zurück. Die Schweiz nicht! Wenn Bundesbern nur wollte, könnte die Schweiz den Schengen-Vertrag kündigen und die Grenzen bewachen.

Mit Ausnahme von Luxemburg mit 40 % im Ausland geborener Einwohnern steht die Schweiz mit einem Anteil von 28 % an der Spitze aller Länder. Die in der Schweiz von zuvor Einge­wanderten Geborenen nicht mitgezählt. Von der Mehrheit des Volkes nicht gewollte Einbürge­rungen verfälschen die Statistik zusätzlich. Weltweit am wenigsten Ausländer hat Mexiko mit rund einem Prozent.3 Dabei ist zu relativieren, dass die Schweiz wie kein anderes Land zu 60 % alpin ist, 85 % seiner Bevölkerung also auf nur 40 % der Landesfläche und daher grösstenteils im Mittelland lebt. Gemäss dem Online «World Information Center» hat Luxemburg eine Grösse von 2586 qkm (Flachland, ohne Wasser), Einwohnerzahl 440’000, pro qkm 170. Für die Schweiz wird die Zahl von 174 Ew. pro qkm angegeben. Dies ist eine trügerische Feststellung, welche die schnell wachsende Zahl und die topographische Landesfläche nicht mitberücksichtigt. Die Schweiz hat eine Landesfläche von 41290 qkm (ohne Seen). Im spärlich bewohnten Gebirge leben etwa 15 % der acht Millionen. Die Mehrheit lebt auf den 40 % der nicht alpinen Landes­fläche, was rund 400 Ew. pro qkm ergibt.

Mit Ausnahme von Bangladesch, etwa 3½ mal so gross wie die Schweiz und 135 Mio. Ein­wohnern, davon 86 % Moslems und 12 % Hindus, leben sie in ihren angestammten Heimatge­bieten wie bei uns Katholiken und Protestanten. Bangladesch ist mit 900 Ew. pro qkm das am dichtesten bewohnte Land der Welt. Eine Überfremdung des Landes kennen sie nicht. Über­fremdung ist das Privileg der sogenannten demokratisch regierten Schweiz und Eu­ropas.

Hauseigentum für Privilegierte

In den Vierzigerjahren des letzten Jahrhunderts, als die Schweiz wenig über vier Millionen Ein­wohner hatte, war selbst einfachen Bürgern ein eigenes Haus mit Garten noch möglich. Es komme also keiner daher und behaupte, das Schweizer Stimmvolk habe das anders gewollt und habe sich daher bei allen Abstimmungen gegen seine eigenen Interessen entschieden. Die Freiheit des Schweizervolkes wurde durch Verrat an die kapitalistische Wirtschafts- und Ban­kenwelt verkauft. Begonnen hatte alles mit einem bundesrätlichen Verfassungsbruch der 1946 die Einwanderungsschleusen vernichtet hatte. Diese Schleusen wurden vom Schweizervolk mit Zustimmung aller Parteien und sämtlicher grossen Tageszeitungen anlässlich von Volks­abstimmungen gegen die Überfremdung des Landes und dem Einwanderungsstopp beschlos­sen und wurden in der Bundesverfassung verankert.4 Und später verfassungsbrüchig daraus entfernt.


Fussnoten

1

Nigro ist die lateinische Bezeichnung für Neger (der Schwarze), das Adjektiv davon niger (schwarz sein). Nigro ist wie das Wort Primel (lat. primula = die Erste) vor rund 450 Jahren in die deutsche Sprache übernommen worden und ist und war nie ein Schimpfwort. Auch ist es nicht mit dem amerikanischen Wort Nigger zu verwechseln, das tatsächlich ein Schimpfwort ist, denn selbst auf engl. heisst es korrekt negro (m) – nigro gesprochen – und negresse (f). Auf italienisch, spanisch und portugiesisch heissen sie noch heute negro (m) und negra (f). Andere portugiesische Wörter für negro sind pretu (m) und preta (f) und sind verächtlich. Die Unterstellung, Neger sei ein Schimpfwort ist absolut haltlos und zeugt von nicht zu überbietender Impertinenz derjenigen, welche die Völkervermischung propagieren oder sie unterstützen. Dazu zählt auch die der Etymologie (Völkerkunde) widersprechende Behauptung, es gebe keine Menschenrassen. Ebenso schwachsinnig wäre es, zu behaupten, es gebe keine Pferderassen, obwohl wir alle wissen, dass sich Pferderassen oft bis auf ihre Farbe äusserlich nur wenig unterscheiden.

 

2

Das Wort Mohr, im Plural Mohren, kommt aus dem spanischen el  moro, los moros und bezeichnet die in Spanien aus Nordafrika eingewanderten Mauretanier. In einigen dt. und span. Wörterbüchern wird Mohr fälschlich, oder angeblich als veraltet, mit Neger übersetzt, was sprachlicher Unsinn ist, weil moro nicht die Hautfarbe meint, sondern die mauretanische Herkunft. Mauro nimmt im span. Wörterbuch Bezug auf das Adjektiv sarraceno, sarazenisch. Die Sarazenen waren im Altertum die (semitischen) Bewohner Nordwestarabiens bzw. des östl. Nordwestafrikas (früher frz. Protektorat, ab 1920 frz. Kolonie und ab 1962 von Marokko beansprucht) dessen antiker Name Mauretanien war (lat. Mauretania), im MA Bez. für die Araber oder alle Mohammedaner. Wer Mohr moro mit Neger übersetzt, um daraus ein Schimpfwort daherzufabulieren, ist ein Fall für den Psychiater. Den europ. Völkern wird heute von psychisch Kranken erklärt, wie sie zu sprechen haben. Und die Mehrheit richtet sich nach diesen! Das Obige beweist gleichzeitig die Falschbehauptung ein «Antisemit» zu sein, wer etwas, was den Sprachverdrehern nicht gefällt, über die Juden sagt. Da Juden keine Araber sind, können sie auch keine Semiten sein. Statt antisemitisch muss es antijüdisch heissen. Wer über die Nasenspitze hinaus denkt, dem ist die Verdrehung in fast allem, was die Welt bewegt, eine offenkundige Tatsache.

 

3

Ländertabelle bei Wikipedia; Eidgenössische Volksinitiative «Gegen Masseneinwanderung», Tabellen-Urheber Orwo, 12. Februar 2014.

 

4

Hans R. Bachofner in «Verfassungstreue und Verfassungsbruch» dargestellt am Problem der Überfremdung und Übervölkerung der Schweiz. Eine Mahnschrift zum hundertjährigen Bestehen der Bundesverfassung von 1874. Im Selbstverlag des Verfassers, Zürich 1974. Mit persönlicher Widmung für Ernst Indlekofer: «In einer Demokratie darf und muss die Wahrheit allgemein verständlich verbreitet werden.» H. R. B., 21.8.1993.