Truppenübung «CONEX 15»

(ei.) An den schweizerischen Grenzübergängen nach Frankreich standen im August und September uniformierte Schweizer Soldaten mit je einem Angehörigen des Grenzwachtkorps.

Als ich mit ihnen ins Gespräch kam und fragte, wieso Soldaten am Grenzübergang stehen, erklärten sie mir den üblichen Zweck der Grenzwacht und gaben mir ein farbig bedrucktes Merkblatt mit folgendem Text:

«Der Schutz der Bevölkerung sowie die Bereitschaft für mögliche Krisensituationen sind ein grosses Anliegen der Schweizer Armee und des Grenzwachtkorps.

Um die Sicherung der Grenze im Ernstfall zu trainieren, wird die Schweizer Armee in den Monaten August und September 2015, mit der Grenzwachtregion I (Nordwestschweiz), während einigen Tagen die Zusammenarbeit in ausserordentlichen Krisenlagen (unterhalb der Kriegs­schwelle) üben. Angehörige der Armee kommen entlang der Landesgrenze Schweiz-Frankreich der Kantone Basel-Landschaft und Solothurn zum Einsatz. Die operative Führung liegt dabei beim Grenzwachtkorps.»

Dann kommen die Beruhigungspillen: «Die Landesgrenze zu Frankreich bleibt überall und jederzeit offen. Es herrscht eine normale Lage.»

Aufgefallen sind mir im obigen Text die Worte «mögliche» Krisensituation und im «Ernstfall» zu trainieren. Wie wenn die Krisensituation nicht schon vor der Annahme des Schengenvertrages durch eine krisenhafte Einwanderung sogenannter Flüchtlinge bestanden hätte. In Wirklichkeit schon in den 70er Jahren, als alle Einwände der Bürger mit Beschwichtigungen und dümmlichen Ausreden beantwortet wurden. Die Staatsausgaben für das «Asylwesen» explodierte von 300 auf 500 Tausend und dann auf über eine Million Franken. Für Pseudoasylanten die dann, kaum waren sie in der Schweiz, in der Türkei Ferien verbrachten und sich uns darnach wieder als Kostgänger aufdrängten.

Als Sinti und Roma an den Zollübergänge vorbei hereinkamen – über deren Unwesen, das sie in Basel und Umgebung trieben, sich die Basler Polizei nicht schon vor langem beschwert hätte. Der Ernstfall ist längst gegeben und es ist höchst Zeit, den Schengenvertrag zu kündigen und die Grenzen wie im Ernstfall üblich, dicht zu machen.

Mit «Ernstfall» könnte im CONEX-Merkblatt auch auf die allgemeine Finanz- und Wirt­schafts­krise und die amerikanische Ausweitung der NATO Richtung Russland und die gleichzeitige Ukraine-Krise, die sich zu einem Krieg erweitern könnte, gemeint sein.

Oder Schweizer Atomkraftwerke? Der Tages-Anzeiger hat am 10. Oktober mit einer Meldung über Unregelmässigkeiten im Reaktordruckbehälter Beznau 1 die Bevölkerung aufgeschreckt. Die Betriebsleiterin der Axpo spricht von kleinsten Unregelmässigkeiten aus dem Herstel­lungs­prozess. Keine Risse oder Löcher. Die Freigabe des Reaktors ist für das erste Quartal 2016 vorgesehen. Greenpeace ist der Meinung, dass der Reaktor nie mehr ans Netz gehen dürfe. Damit wird der Bevölkerung Angst gemacht damit Spendengelder fliessen.

Eine viel grössere Gefahr geht seit dem Ukraine-Konflikt von der NATO aus, die sich in der Ukraine und Georgien bis an die russischen Grenzen vorgeschoben hat. Washingtons Politik und seine Medienhuren verbreiten über Russland und Putin Falschmeldungen (wie schon mit den nicht existierenden Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins). Die Gefahr einer Konfron­ta­tion wird daher immer grösser. Es ist sehr gut möglich, dass mit Atombomben geantwortet wird. Die Gefahr, die von hier droht, ist viel gefährlicher als die von Beznau und kann sich weltweit ausbreiten. Hier sind die Hauptmedien und Greenpeace gefordert, damit Washington endlich ein bis hierhin und nicht weiter zugerufen wird. Wegen Beznau gibt es keinen Weltkrieg. Wegen Washington wird die Gefahr immer grösser. Ein Signal in diese Richtung könnte sein, dass der Bundesrat den Radius für die direkte Verteilung der Jodtabletten von bisher 20 auf 50 km ausgeweitet hat.

Die Verteilung in der Nordwestschweiz von Jodtabletten (Kaliumjodid 65 AApot) aus der Armee­apo­theke wegen den Schweizer Atomkraftwerken Beznau 1 und 2 deckt eine grosse Fläche des Mittellands ab, in der vier Atomkraftwerke stehen. Möglicherweise ist die Verteilung ein Vorwand präventiver Massnahmen falls Putin, von Washington provoziert, die Reissleine zieht. Das erste Ziel einer russischen Atombombe wäre einer der grossen US-Armeestützpunkte mit Atomwaffen in Süddeutschland. Es ist zu hoffen, dass sich die Ukraine-Krise legt, bevor es soweit kommt.

Wir rufen Roger Köppel auf, in der Weltwoche sachlich und wahrheitsgemäss zu informieren, statt mit Berichten einmal für, das andere Mal gegen Putin schreiben zu lassen. Der ameri­ka­nische Wirtschaftswissenschafter Dr. Paul Craig Roberts schreibt, Washingtons Neokonserva­tive und Politiker um McCain, Lindsey Graham und Hillary Clinton würden mit einer rücksichtslos aggressiven und antirussischen Politik Washingtons zu einem neuen atomaren Wettrüsten verhelfen, «das die Welt zum atomaren Untergang führe». Die geopolitisch versierten Buch­autoren Michel Chossudovsky, Noam Chomski und F. William Engdahl teilen Roberts Meinung.

Es ist unverantwortlich, wenn Schweizer Medienschaffende Washingtons gefährliche Politik kaschieren. Sie unterstützen damit die deutsche US-Vasallenpolitik, anstatt auf kommunikativem Weg ein Umdenken einzuleiten, das den Rückzug der NATO und den Abzug atomar gerüsteter US-Waffenstützpunkte in Deutschland ermöglichen würde.

Was hindert die Medien daran? Dieselbe Vasallenpolitik Deutschlands. Nur mit dem Unter­schied, dass die Schweiz nicht am Zweiten Weltkrieg teilnahm, sich nach 1945 aber derselben Umerziehung wie in Deutschland unterworfen hat. Paul Craig Roberts bringt es auf den Punkt: «Die wahre Geschichte [des Zweiten Weltkrieges] unterscheidet sich enorm von dem, was Washington behauptet und was den Amerikanern beigebracht wird.» Die politischen Gross­mäuler sollen sich diese Worte hinter die Ohren schreiben.