«Media Control»

Warum demokratisch gewählte Regierungen auch dann keine Verbrechen begehen, wenn sie Angriffskriege führen oder: Wie die Medien uns im täglichen Leben manipulieren.

Wenn Sie heute zum ersten Mal die  Rufseite besuchen, werden Sie an unseren Berichten die Andersartigkeit bemerken, durch die sie sich so sehr von den Eintopfgerichten des Medienalltags unterscheiden, wodurch Sie zunächst einmal überrascht und vielleicht auch misstrauisch sein könnten. Schauen Sie aber schon länger bei uns herein, dann hat Ihnen die Lektüre unserer Beiträge inzwischen eine vollkommen neue Sicht eröffnet, die Ihnen bisher verschlossen blieb. Es überrascht Sie inzwischen nicht mehr, wenn das Versagen der Politiker nicht ganz so zufällig ist, wie es dem ahnungslosen Leser erscheinen mag. Wären die Massenmedien ehrlicher, hätte Noam Chomsky, «der wichtigste lebende Intellektuelle» (New York Times), keine Veranlassung gehabt, sein Buch «Media Control» zu schreiben.

«Media Control»  Kontrolle und Manipulation durch Medien:

Noam Chomsky begibt sich mit seinem Buch in ein unerhörtes Spannungsfeld. Zum einen, so der Autor, dienen die Massenmedien ohne direkter staatlicher Kontrolle zu unterliegen einer Aussenpolitik als Propagandainstrumente, deren Feinderklärungen sie regelmässig absegnen, zum anderen sind sie das Mittel zur «Herstellung von Konsens».

Nachrichten, die die Bevölkerung verunsichern könnten, werden unterdrückt oder zumindest so abgemildert, dass an der prinzipiell wohlwollenden Einstellung der politischen Führung kein Zweifel aufkommt: Verbrechen des «Feindes» werden akribisch beleuchtet und mit dem Vergrösserungsglas untersucht, während eigene Untaten in das milde Licht alles rechtfertigenden Nachsicht getaucht werden. Kritik ist nicht verboten, aber ihre Grenzen sind eng gezogen, denn die Medien verstehen sich nicht als Gegner, sondern, gerade in aussenpolitischer Hinsicht, als Partner der Regierung und ihrer global gesteckten Ziele.

RufOnline und die gedruckte Ausgabe RechtFreiheit bieten die Grundlage zur Selbstverteidigung, die uns Noam Chomsky wie folgt empfiehlt: «… die Bürger demokratischer Gesellschaften sollten Kurse für geistige Selbstverteidigung besuchen, um sich gegen Manipulation und Kontrolle wehren zu können …»

Noam Chomsky, geboren 1928, Professor am Massachusetts Institut of Technology, ist Autor zahlreicher vielbeachteter Bücher zu Fragen der Linguistik, Philosophie und Politik und gehört «zu den letzten prominenten Intellektuellen, die überhaupt noch bereit sind, gegen den überwältigenden konformistischen Meinungsstrom zu schwimmen» (SWR).

Noam Chomskys Buch mit dem Untertitel «Wie die Medien uns manipulieren» ist im März 2003 erstmals in deutscher Übersetzung beim Europa Verlag in Hamburg erschienen (ISBN 3-203-76015-0).